"Einfach nur ärgerlich": Braunschweigs Last-Minute-Drama

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Vier Spiele, kein Sieg: Auch beim SV Wehen Wiesbaden nahm Zweitliga-Absteiger Eintracht Braunschweig am Samstag nicht alle drei Punkte mit. Und das, obwohl die Löwen bis zur 86. Minute mit 3:1 führten. Entsprechend enttäuscht waren die Beteiligten nach Spielende.

Kontrolle verloren

Lange Zeit sah es aus, als würde der BTSV im vierten Spiel der neuen Saison den ersten Sieg einfahren. Bereits vor der Pause brachte Philipp Hofmann die Löwen in Führung, ehe Onur Bulut kurz nach Wiederanpfiff per direktem Freistoß auf 2:0 erhöhte. Zwar konnte der SVWW kurz danach durch Manuel Schäffler verkürzen (63.), doch Malte Amundsen stellte den Zwei-Tore-Vorsprung nach 74 Minuten wieder her. "Bis zu diesem Zeitpunkt haben wir ein gutes Spiel gemacht", analysierte Trainer Hendrik Pedersen auf der Pressekonferenz nach dem Spiel.

Eigentlich sahen die Löwen zu diesem Zeitpunkt schon wie der sichere Sieger aus, doch "dann haben wir die Kontrolle verloren", bemängelte der Eintracht-Coach und haderte vor allem mit den "vielen einfachen Ballverlusten." So kam Wiesbaden nochmal zurück ins Spiel: Erst traf Manuel Schäffler in Minute 87 zum 2:3, dann netzte Daniel Kyere in der vierten Minute der Nachspielzeit zum 3:3 ein. Zuvor hatte Malte Amundsen nach einem Foulspiel im Mittelfeld zudem Gelb-Rot gesehen. Innerhalb von sieben Minuten gab Braunschweig den Sieg noch aus der Hand und ging als gefühlter Verlierer vom Platz.

"Das darf uns nicht passieren"

Philipp Hofmann war nach dem Spiel "sprachlos" und betonte: "Wir waren so nah dran. Es ist einfach nur ärgerlich, dass wir das Spiel nicht gewonnen haben. Das darf uns nicht passieren." Dass die Löwen den Sieg nicht über die Zeit brachten, sei auch eine Frage der Konzentration gewesen, bemängelte der Stürmer. "Wenn wir mit zwei Toren Vorsprung führen, müssen wir das nach Hause bringen", befand auch Niko Kijewski und haderte: "Wir hätten auch noch ein Tor mehr machen können, aber eine Zwei-Tore-Führung muss im Fußball eigentlich ausreichen." Aber eben nur eigentlich. Denn nun wartet Eintracht Braunschweig weiterhin auf den ersten Sieg und rangiert in der Tabelle weiterhin auf dem ersten Abstiegsplatz.

"Vier Spiele und kein Sieg – das sieht in der Tabelle natürlich schlecht aus", weiß Hofmann, mahnt aber: "Aber wir müssen ruhig bleiben. Wir müssen unser Spiel über 90 Minuten durchziehen, dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis wir den ersten Sieg holen." Auch Onur Bulut richtete den Blick bereits wieder nach vorne: "Wir müssen das jetzt wegstecken, es geht Mittwoch schon weiter." Dann sind die Löwen im Landespokal beim Lüneburger SK Hansa gefordert, ehe am darauffolgenden Montag das Pokalspiel gegen Hertha BSC ansteht. In der Liga geht es am 26. August mit einem Heimspiel gegen Fortuna Köln weiter – und dann wollen die Löwen alle drei Punkte mitnehmen.

 

   

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