Dank starker erster Halbzeit: Waldhof Mannheim siegt 2:1 in Ulm

Im ersten Sonntagsspiel des 4. Spieltages zwischen dem SSV Ulm 1846 und Waldhof Mannheim reichte den Gästen eine starke erste Hälfte, um sich mit 2:1 durchzusetzen und damit den zweiten Sieg in Folge einzufahren. Lohkemper verwandelte erst einen frühen Elfmeter, ehe Okpala den Aussetzer von Ferati in der 32. Minute wieder gutmachte. Für den SSV war es die zweite Pleite in Serie.

Okpala macht Ferati-Patzer wieder gut

Ulm-Cheftrainer Robert Lechleiter entschied sich nach der 1:2-Niederlage gegen Duisburg zu einem Wechsel: Für den am Sprunggelenk verletzten Kölle rückte Wenig in die Startelf. Auf der Gegenseite gab es trotz des 2:0-Erfolgs gegenüber Viktoria Köln gleich zwei Veränderungen. Waldhof-Coach Luc Holtz beorderte Rieckmann sowie Karbstein auf die Bank, während Sechelmann und Hoffmann von Beginn an ran durften.

Die Hausherren erwischten einen denkbar schlechten Start in die Partie. Nach nur 25 Sekunden bekam der Waldhof einen Elfmeter zugesprochen, weil Okpala von Keeper Ortag abgeräumt wurde. Den fälligen Strafstoß nahm Lohkemper an sich und verwandelte sicher (2.). Die Gäste übernahmen in der Folge die Spielkontrolle und stellten die Ulmer Defensive vor große Schwierigkeiten. In der 17. Minute passierte allerdings das Unerwartete: Ein Rückpass von Ferati zum eigenen Keeper landete in den Füßen von Löder, der Nijhuis anschließend umkurvte und die Kugel über die Torlinie brachte. Nach dem Ausgleich beruhigte sich die Partie für einige Zeit und wurde ein wenig zweikampfintensiver.

Die nächste Möglichkeit für den Waldhof ergab sich in der 31. Minute, doch der Abschluss von Ferati rauschte knapp am Tor vorbei. Nur eine Minute später fand eine Flanke von Klünter den Kopf von Lohkemper, welcher das Auge für Okpala behielt. Aus kürzester Distanz erzielte dieser schließlich die erneute Führung für die Gäste (32.). Aufgrund des erneuten Rückstands meldete sich auch die Offensive der Spatzen zu Wort, doch eine aussichtsreiche Kopfballgelegenheit für Löder landete in den Armen von Nijhuis (37.). Im Anschluss an die kurze Drangphase der Gastgeber waren es wieder die Mannheimer, welche den Ton vorgaben, wenn auch ohne Erfolg: Kurz vor der Halbzeit verpassten Lohkemper und Hoffmann die Chance auf 3:1 zu stellen. Dementsprechend ging es mit einer knappen Führung für die Gäste in die Pause.

Ulms Offensivbemühungen scheitern

Lechleiter regierte auf die über weite Teilen schwache erste Hälfte seiner Mannschaft und brachte Westermeier sowie Besong für Wenig und Röser in die Partie. Die Spatzen kamen infolge dessen mit mehr Schwung aus der Kabine und drängten die Buwe bis an den gegnerischen Strafraum zurück. In der 52. Minute war es dann Besong, der den Ausgleich hätte erzielen können, aber den Ball im Fallen nur über den Querbalken setzte. Die Angriffslust der Ulmer bot den Gästen allerdings auch Räume zum Kontern. Erst im letzten Moment verhinderte Ortag die Vorentscheidung durch den eingewechselten Iwe (58.). Danach beruhigte sich die Partie, was auch einigen Verletzungsunterbrechungen geschuldet war.

Die kurze Ruhephase wurde schließlich von Dressel unterbrochen, der es mit einem Distanzschuss probierte und an den Händen von Nijhuis scheiterte (74.). Die Spatzen agierten im Anschluss wieder mutiger, bissen sich aber die Zähne an der Mannheimer Defensive aus. Für die Schlussoffensive wechselte Lechleiter Becker ein, um wenigstens noch einen Punkt mitzunehmen. Die große Chance auf das 2:2 bekam dann aber Brandt, der den Ball aus spitzem Winkel über das Tor hämmerte (85.). Die Hoffnung auf den Zähler für die Ulmer wahrte Keeper Ortag wenig später, als er erst einen Schuss von Iwe (87.) und dann von Sechelmann parierte (90.+2). In der fünften Minute der Nachspielzeit kamen die Hausherren schließlich zu der erhofften letzten Möglichkeit, doch Becker setzte das Leder neben das Tor, während auf der anderen Seite auch Okpala scheiterte (90.+6).

Durch die zweite Niederlage in Folge kann Ulm nach vier Spieltagen nur einen Sieg vorweisen und rutscht auf den 17. Platz ab. Für die Spatzen geht es in der Länderspielpause am Mittwoch im Landespokal weiter, wo man auf Pfullingen trifft. Das nächste Ligaspiel bestreitet Ulm in zwei Wochen bei Alemannia Aachen. Der Waldhof hingegen gewinnt auch das zweite Spiel unter Neu-Trainer Luc Holtz und springt auf Rang 5. Die Buwe haben nun zwei Wochen Zeit, um sich auf das nächste Heimspiel gegen Energie Cottbus vorzubereiten.

   

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