"Wenn wir so weitermachen …": 1860 wahrt Aufstiegschance

Mit dem 1:0 gegen den FC Hansa Rostock feierte der TSV 1860 München den ersten Heimsieg seit Anfang Dezember und wahrt damit seine Aufstiegschancen. Bei der spielentscheidenden Szene war das Glück auf Seiten der Sechziger – das räumten auch die Akteure ein.

"Will so etwas gegen mich nicht gepfiffen bekommen"

Nach drei erfolglosen Anläufen konnten die Sechziger endlich wieder einen dreifachen Punktgewinn vor heimischer Kulisse bejubeln. "Ein enorm geiles Gefühl, ein richtiger Brustlöser. Man hat die Euphorie gemerkt im Stadion, wie wichtig es für alle war. Daran können wir jetzt anknüpfen", sagte ein sichtlich gelöster Thore Jacobsen bei "MagentaSport", der mit seinem Elfmeter für das Tor des Tages sorgte. Es war bereits sein vierter verwandelter Strafstoß in der aktuellen Saison.

Gleichzeitig war die Entscheidung des Schiedsrichters Luca Jürgensen der Streitpunkt der Partie. Einerseits, weil sich der Münchener Sigurd Haugen im Vorfeld gegen Rostocks Jan Mejdr aufstützte. "Ein normaler Zweikampf", meinte 1860-Trainer Markus Kauczinski. Zum anderen war Pechvogel Ahmet Gürleyen gerade dabei, den Arm wieder an den Körper zu ziehen, als der Ball ihn berührte. "Kann man geben, muss man nicht. Das weißt du heute gar nicht mehr so richtig", erklärte Kauczinski und merkte an, dass in dieser Saison schon einige solcher strittigen Entscheidungen gegen seine Mannschaft getroffen wurden. Ehrlich räumte er aber ein: "Ich will so etwas gegen mich nicht gepfiffen bekommen."

"Es geht nicht um träumen"

Dass sich am Ende viele Diskussionen an dieser einen Situation entzündeten, lag auch daran, dass der Gastgeber hinten nicht viel zuließ. "Es war ein Spiel, das von Taktik geprägt war. Ein ausgeglichenes Spiel über die ganze Zeit, wo wir diesen Tick auf unserer Seite hatten, um das Spiel zu gewinnen", resümierte der 1860-Trainer. Durch den zweiten Sieg in Folge haben die Giesinger den Abstand nach oben wieder verkürzt und sind auf einen Punkt an den Tabellensiebten Rostock herangerückt. Zu Platz drei fehlen sieben Zähler.

Die Fans dürfen wieder von einer Aufholjagd träumen. Aber für Kauczinski ist ein Eingreifen in den Aufstiegskampf noch kein Thema: "Es geht nicht um träumen, es geht um harte Arbeit. Die Mannschaft hat heute sehr diszipliniert gespielt und gearbeitet in so einem Spitzenspiel. Wir sind ein bisschen herangerückt, aber es ist ein langer, weiter Weg, der nur über Arbeit und über Fokus auf seine Leistung geht." Jacobsen hingegen stellte fest: "Wenn wir so weitermachen, können wir auf jeden Fall träumen. Aber die nächsten Wochen werden erstmal entscheidend, ob wir dort anknüpfen können. Dann können wir uns gerne nochmal unterhalten." Am kommenden Freitag ist der TSV auswärts bei der TSG Hoffenheim II gefordert.

   

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