3:1 nach 0:1! TSV Havelse dreht Kellerduell gegen Aue

Zum Auftakt des 22. Spieltages hat der TSV Havelse am Freitagabend das Kellerduell gegen Erzgebirge Aue mit 3:1 gewonnen. Dabei gerieten die Niedersachsen kurz vor der Pause zunächst in Rückstand, drehten die Partie nach dem Seitenwechsel aber und liegen vorerst nur noch vier Zähler hinter dem rettenden Ufer. Aue verliert dagegen auch das dritte Spiel der Rückrunde, sodass es für Trainer Jens Härtel eng werden dürfte.

Fabisch trifft zur Führung

Havelse-Trainer Ferchichi wechselte nach der 1:4-Niederlage gegen Essen auf drei Positionen: Aytun, Duah und Berger rückten für Belkahia, Oltrogge und Sommer in die Anfangself. Auf der anderen Seite nahm Aue-Coach Jens Härtel vier Änderungen nach dem 0:3 gegen Ulm vor: Anstelle von Lord, Ehlers, Günther-Schmidt und Malone durften sich Männel, Barylla, Ocansey und Stefaniak von Beginn an beweisen.

Die Anfangsphase war sehr zäh, weil sich beide Teams beschnupperten und nicht allzu risikofreudig sowie mutig vorgingen. So waren Chancen erstmal Mangelware, weil im letzten Drittel die nötige Präzision und Zielstrebigkeit fehlte. So dauerte es bis zur 38. Minute, ehe es das erste Mal gefährlich werden konnte. Auf der linken Seite tankte sich Collins durch und brachte eine Hereingabe von der Grundlinie aus in die Mitte. Dort verpasste Ocansey allerdings knapp.

Es sah so aus, als würde es mit einer Nullnummer in die Pause gehen. Doch da wurde die Rechnung ohne Erzgebirge Aue gemacht. Nach einer Stefaniak-Ecke kam Clausen völlig blank zum Torschuss, und daraufhin hielt Fabisch einfach mal seinen Fuß rein, sodass der Ball zum 1:0 im Netz landete (45.+1). Unmittelbar danach pfiff der Referee auch eine chancenarme und weniger sehenswerte erste Halbzeit ab.

Havelse dreht die Partie

Im zweiten Abschnitt dauerte es diesmal nicht allzu lang bis zur ersten Gelegenheit. In der 49. Minute suchte Stefaniak seinen Mitspieler Bär. Keeper Opitz wollte das unterbinden, konnte die brenzlige Situation aber nicht bereinigen. Das Tor war leer, aber Bär brachte das runde Leder nicht unter. Bei den Hausherren dagegen ging nach vorne wenig bis gar nichts, weshalb Trainer Ferchichi nach 64 Minuten zwei Änderungen vornahm: Riedel und Müller sollten für neuen Schwung sorgen.

Und zumindest wurden die Gastgeber in der Offensive auffälliger und belohnten sich für eine Leistungssteigerung: Ein Abschluss landete über Umwege beim Ex-Schalker Boujellab, der zum 1:1-Ausgleich einschieben konnte (75.). Das brachte den Havelsern neuen Mut, plötzlich waren die Rot-Weißen am Drücker. Aue bekam bei einem weiteren Angriff den Ball nicht geklärt, am Ende der Stafette landete das Spielgerät bei Paldino, der zum 2:1 vollstreckte (81.). Kurz vor Ultimo setzte Joker Müller, der alleine auf Keeper Männel zulaufen konnte, mit dem 3:1 den Endstand (90.+8).

Durch den zweiten Heimsieg in Folge rückt Havelse auf drei Zähler an Aue heran und liegt vorerst nur noch vier Punkte hinter dem rettenden Ufer. Für den FCE war es die dritte Niederlage im dritten Spiel der Rückrunde, sodass es für Trainer Jens Härtel nun eng werden dürfte. In der Tabelle bleibt Aue weiterhin unter dem Strich. Am kommenden Spieltag gastiert Havelse beim VfL Osnabrück, während Erzgebirge Aue dann den 1. FC Saarbrücken empfängt.

   

Das könnte Sie auch interessieren

Auch interessant

Back to top button