Doppelschlag kurz vor dem Ende: Köln jubelt in Hoffenheim
Viktoria Köln hat zum Abschluss des 25. Spieltages einen wichtigen 3:1-Auswärtserfolg bei Hoffenheim II gefeiert. In der ersten Halbzeit fanden die Gastgeber noch die passende Antwort auf den Rückstand, doch in der zweiten Halbzeit reichte den Kölnern ein Doppelschlag, um die drei Punkte mitzunehmen. Die TSG wartet damit weiter auf den ersten Sieg im neuen Jahr.
Hoffenheim antwortet schnell
Die Gastgeber aus Hoffenheim setzten auf eine große Rotation. Gegenüber der 1:3-Niederlage in Verl fehlte Hör gesperrt. Torhüter Petersson war ebenfalls nicht dabei. Dazu saßen El-Jindaoui, Honajzer und Micheler auf der Bank. Torhüter Philipp und Kapitän Lässig waren neu dabei. Auch Duric, Frees und Llugiqi rotierten in die Startelf. Anders sah das bei Viktoria Köln. Nach dem 2:2 gegen Aue musste lediglich Wolf aufgrund einer Gelbsperre ersetzt werden. Dafür durfte Tonye starten.
In den ersten Spielminuten setzte Hoffenheim II direkt auf eigenen Ballbesitz. Chancen wollte es aber lange auf beiden Seiten nicht geben. Die Gäste konzentrierten sich zunächst auf die defensiven Aufgaben und ließen die Hoffenheimer nicht in die gefährliche Zone kommen. Mit dem ersten Torabschluss schlugen die Kölner plötzlich zu. Münst spielte einen schönen Steilpass in den Lauf von Tonye, der frei durch war. Der 21-Jährige blieb ganz ruhig, ging an Torhüter Philipp vorbei und schob zur Führung ein (20.).
Das 1:0 sollte allerdings nicht lange halten. Im Mittelfeld hatte Duric viel Platz und nutzte die Zeit um auf der linken Seite Zeitler mitzunehmen. Dieser schloss kurz hinter der Strafraumlinie ab und traf in die lange Ecke zum Ausgleich (25.). Und die TSG hätte fast direkt nachlegen können. Von der rechten Seite konnte Hennrich in die Mitte ziehen und abschließen. Der Versuch Richtung linken Torwinkel ging nur knapp an dem Gehäuse vorbei (28.). Danach schlief die Partie wieder etwas ein und Chancen gab es auf beiden Seiten keine mehr. So ging es mit dem 1:1 in die Halbzeit.
Doppelschlag ebnet der Viktoria den Weg
Auch der zweite Spielabschnitt begann zunächst ruhig. Die erste Chance hatte Otto, der rechts im Strafraum freigespielt wurde. Aus sehr spitzem Winkel scheiterte der Kölner aber an Philipp (52.). Möglicherweise war der Ball auch eher als Flanke gedacht. Ansonsten gab es viele Zweikämpfe und Fouls, wodurch einige Gelbe Karten auf beiden Seiten gezeigt wurden. Den nächsten Abschluss hatte Lässig, dessen Distanzschuss aber links am Tor vorbeiflog (57.). Spielerisch blieb es hingegen weiter zäh, Tormöglichkeiten wurden auf beiden Seiten keine herausgespielt. Stattdessen gab es viele leichte Ballverluste.
Auf eine weitere Chance mussten die anwesenden Fans bis zur 73. Minute warten. Kurz vor dem eigenen Strafraum spielte Engelhardt einen Fehlpass genau in den Fuß von Hencke. Dieser versuchte den etwas vor der Linie stehenden Schulze etwas überhastet mit einem Schlenzer in das linke Eck zu überwinden, der Abschluss flog aber am Tor vorbei. Kurz darauf hatte Hoffenheim etwas Glück. Nach einem Kontakt mit Abraha ging Popp im Strafraum zu Boden, der Elfmeterpfiff blieb aber aus (77.). Davon ließen sich die Kölner aber nicht beirren und erzielten den Führungstreffer. Nach einer Flanke von Münst kam Sachse komplett frei im Strafraum zum Kopfball und versenkte den Ball rechts im Tor zum 2:1 für die Viktoria (79.).
Nur drei Minuten später war die Partie plötzlich entschieden. Nach einem schönen Steilpass von Sachse war Zank auf der rechten Seite komplett frei. Der Stürmer machte noch ein paar Schritte und traf dann mit einem trockenen Abschluss in das lange Eck zum 3:1 für die Kölner (82.). Die Gastgeber fanden darauf keine Antwort mehr, lediglich in der fünften Minute der Nachspielzeit musste Schulze nochmal beim Schuss von Lässig eingreifen. Nach dem Erfolg ist Viktoria Köln nach zwei Unentschieden nun insgesamt drei Spiele ungeschlagen und springt auf den elften Tabellenplatz. Hoffenheim II holte im Jahr 2026 in sechs Spielen nur einen Punkt und rutscht auf den 13. Rang ab. Bereits am Freitag trifft die TSG in einem weiteren Heimspiel auf 1860, während Köln tags darauf den VfB II empfängt.