DFB-Pokal: Aspach vor größtem Spiel der Vereinsgeschichte
Das 1:7-Debakel in Wiesbaden ist abgehakt, jetzt liegt der Fokus der SG Sonnenhof Großaspach auf der Pokalpartie gegen den FC Augsburg am Dienstagabend. Schließlich wird es das bislang größte Spiel der Vereinsgeschichte. Die Vorfreude ist groß.
Spiel "vielleicht genau zum richtigen Zeitpunkt"
Eine "herbe Enttäuschung" sei es gewesen, das Ergebnis vom vergangenen Samstag in Wiesbaden, sagt Trainer Pascal Reinhardt. "Und das lässt sich auch nicht schönreden." Gerade in puncto Zweikampfführung, Kompaktheit und Konsequenz in den entscheidenden Situationen habe der Aufsteiger "zu viel vermissen lassen", so Reinhardt. Das sei intern "klar angesprochen und entsprechend aufgearbeitet" worden. Entscheidend sei nun, "welche Reaktion wir als Mannschaft darauf zeigen".
Die Pokalpartie gegen den FC Augsburg am Dienstagabend komme daher "vielleicht genau zum richtigen Zeitpunkt", meint Aspachs Coach. "Wir haben uns die Möglichkeit, auf dieser Bühne gegen einen Bundesligisten in der zweiten Runde anzutreten, durch unsere Leistungen in der Vergangenheit selbst erarbeitet und wollen diese Chance jetzt auch mit voller Überzeugung wahrnehmen." Mit einem Sieg im Elfmeterschießen gegen Zweitligist Arminia Bielefeld hatte sich der Dorfclub erstmals in der Vereinsgeschichte für die zweite Pokalrunde qualifiziert. Entsprechend wartet das bislang größte Spiel in der Historie der Aspacher.
SG will sich nicht nur hinten reinstellen
Dass die Aufgabe gegen den Bundesliga-Neunten nicht einfach wird, ist Reinhardt bewusst. "Wir treffen auf einen Gegner, der individuell über enorme Qualität verfügt und Fehler konsequent bestrafen kann." Umso wichtiger werde es daher sein, "dass wir als Kollektiv funktionieren, diszipliniert gegen den Ball arbeiten und gleichzeitig den Mut haben, auch selbst fußballerische Akzente zu setzen".
Die Aspacher wollen sich dabei "keinesfalls nur darauf beschränken, möglichst lange dagegenzuhalten, sondern unsere eigenen Stärken einbringen und das Spiel aktiv mitgestalten, wann immer sich die Gelegenheit dazu bietet". Gerade auch mit der Unterstützung der Fans soll "eine ganz andere Energie und Präsenz" auf den Platz gebracht werden als zuletzt. "Wir wissen, wie groß die Herausforderung ist, aber genauso groß ist auch die Vorfreude darauf, gemeinsam alles dafür zu investieren, dass es ein weiterer unvergesslicher Pokalabend wird." Nicht mit dabei sein werden Deli Hajdini (Aufbautraining) und Lorenz Ender (Meniskus-OP), zudem ist der Einsatz von Christian Mistl (angeschlagen) noch fraglich.