"Der Trainer ist doch der Ärmste bei uns": Bahn schützt Selimbegovic
Nur zwei Punkte aus den letzten fünf Spielen: Die Stimmung bei Alemannia Aachen ist derzeit wie die Tabellensituation: im Keller. Auch an Trainer Mersad Selimbegovic wurde zuletzt bereits Kritik laut, obwohl dieser erst seit sechs Spielen im Amt ist. Bentley Baxter Bahn stellt sich nun vor den 43-Jährigen.
"Das ist mir zu billig"
Mit einem Sieg beim VfB Stuttgart II war Selimbegovic Anfang November in seine Amtszeit bei Alemannia Aachen gestartet, doch seitdem kamen in fünf Partien nur noch zwei Zähler hinzu. Die Folge: In der Tabelle sind die Kaiserstädter ausgerechnet kurz vor der Winterpause unter den Strich gerutscht. Während einige Fans bereits einen erneuten Trainerwechsel forderten, macht Bentley Baxter Bahn gegenüber dem "Kicker" klar:
"Er ist definitiv nicht der Schuldige an unserer Situation. Das ist mir zu billig." Zumal der 43-Jährige wie sein Vorgänger Benedetto Muzzicato mit großen Personalproblemen zu kämpfen hat und nie zweimal hintereinander auf die gleiche Startelf setzen konnte. "Der Trainer ist doch der Ärmste bei uns", so Bahn.
Kader soll auf drei Positionen verstärkt werden
Sport-Geschäftsführer Rachid Azzouzi sieht das genauso: "Bei den Voraussetzungen ist es nicht möglich, dass die Handschrift des Trainers auf dem Platz sichtbar würde." Auch mit Transfers soll dieses Defizit in den nächsten Wochen behoben werden. "Wir suchen einen Torhüter, einen Innenverteidiger und einen Stürmer", so Azzouzi.
Mit verstärktem Kader soll dann der Klassenerhalt gelingen. Bahn zeigt sich "zu 1000 Prozent" davon überzeugt, dass dieser gelingen wird, nachdem bislang "keiner an sein Maximum herangekommen" sei. Auch er selbst nicht. Jeder müsse mehr arbeiten und eine Schippe drauflegen. "Dann bin ich mir sicher, dass wir die notwendigen 25 Punkte für den Klassenerhalt holen werden."