Der Fall Okpala: Waldhof lässt Vertrag "juristisch prüfen"

Durfte Kennedy Okpala den SV Waldhof Mannheim zum SC Paderborn verlassen? Genau das zweifeln die Kurpfälzer an und lassen den bisherigen Vertrag des 21-Jährigen nun juristisch prüfen. 

Klubanwalt vertritt den SVW

Er schwebt seit Freitag vergangener Woche wie eine dunkle Wolke über dem Waldhof, der Fall Okpala. Weil die Buwe nach Darstellung von Berater Markus Peter vertraglichen Verpflichtungen nicht nachgekommen sein sollen, hatte Okpala seinen Vertrag beim SVW fristlos gekündigt und anschließend beim SC Paderborn unterschrieben. Ob dieser Vorgang rechtmäßig war, lässt der Waldhof nun "natürlich juristisch prüfen", sagt Sport-Geschäftsführer Gerhard Zuber dem "Mannheimer Morgen".

Und weiter: "Das macht unser sehr kompetenter eigener Anwalt vom Klub, dem wir voll vertrauen. Weil die Sache dann schwebend ist, kann ich leider keine Auskunft mehr dazu geben." Zuletzt war durchgesickert, dass sich der am Saisonende auslaufende Vertrag des 21-Jährigen durch eine Klausel automatisch verlängert hatte.

Sieht der Waldhof keinen Cent?

Peter hatte zuletzt erklärt, dass der Verein seit Monaten über den Wechselwunsch informiert gewesen sei. Auch die vertraglich festgelegte Ausstiegsklausel über 550.000 Euro sei dabei nie infrage gestellt worden. Wäre Okpala in die Bundesliga gewechselt, hätte der SVW dem Vernehmen nach jedoch das Doppelte kassiert. Auch das soll im Vertrag vereinbart worden sein. Nachdem der SV Waldhof Ende November über den geplanten Wechsel informiert worden sei, habe Sportrechtler Horst Kletke den Klub zur Abwicklung des Transfers aufgefordert.

Da der Waldhof dem nicht nachgekommen sei, folgten Abmahnung und schließlich die fristlose Kündigung durch den Spieler, die laut Berater notwendig gewesen sei, um dessen Rechte zu wahren. Sollte ein Arbeitsgericht die Kündigung als wirksam einstufen, würde dem Verein die Ablösesumme von 550.000 Euro entgehen.

Kletke hält Rückkehr für ausgeschlossen

Dass Okpala wieder Spieler des SVW wird, hält Kletke indes für ausgeschlossen: "Nein, einen solchen Rückweg wird es nicht geben. Und Kenny möchte auch nicht zurück", sagte er dem Regionalsender "Ron.TV". Nach seiner Auffassung hätten sich sowohl Okpala als auch der SC Paderborn korrekt verhalten.

Und weil eine Rückkehr Okpalas als unwahrscheinlich gilt, schauen sich die Buwe bereits nach einem Ersatz um: "Wir halten die Augen immer offen, aber es muss schon passen. Junge Spieler drängen auch jetzt nach und wir haben die Pflicht, diese selbst zu entwickeln. Ich telefoniere extrem viel – aber das geht all meinen Kollegen gerade so", sagt Zuber.

   

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