Das Viertelfinale des DFB-Pokals bringt ein vorgezogenes Endspiel

Das letzte Spiel im Viertelfinale des DFB-Pokals ist gleichzeitig auch das spektakulärste. Am 11. Februar empfängt der regierende deutsche Meister FC Bayern München den zweimaligen DFB-Pokal-Sieger RB Leipzig. Das Duell der beiden Spitzenmannschaften birgt jede Menge Sprengstoff.

Enorme Rivalität

Schließlich haben Fans und Medien die Leipziger von Beginn ihres Aufstiegs an, als Gegner identifiziert. Das finanzielle Engagement des Getränkekonzerns Red Bull stieß bei vielen Fußballfans sauer auf. Während RB Leipzig in der Deutschen Fußball-Bundesliga mit viel Gegenwind zu kämpfen hatte und hat, sahen die Bosse der Klubs die Rivalität deutlich entspannter.

Der damalige Klub-Präsident Uli Hoeneß und Red-Bull-CEO Dietrich Mateschitz ließen sich sogar zu einer Wette hinreißen, wann die Leipziger ihren ersten Meistertitel holen würden. Der Wetteinsatz war allerdings mehr symbolischer Art, es handelte sich um ein Bier. Die Wette gewann zwar Hoeneß, doch die Ostdeutschen holten innerhalb der festgelegten 3-Jahresfrist immerhin ihren 1. DFB-Pokal. Ein Jahr später gelang die erfolgreiche Titelverteidigung, seither warten die Fans in Leipzig auf weitere Trophäen.

Die Münchner sind Favorit

Für die Buchmacher scheint das vorgezogene Duell um den Titel bereits entschieden zu sein. Sie sehen in ihren Wettquoten den FC Bayern München als klaren Favoriten auf den Titel. RB Leipzig nimmt lediglich Platz 4 in der Favoritenliste ein.

Für die Sportwetten-Branche ist der DFB-Pokal allerdings nur eines der zahlreichen Highlights des Jahres. Sie rechnet mit zahlreichen neuen Kunden, auch aufgrund der Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada. Während die Kunden in Deutschland alle Glücksspiele unter einem Dach finden, ist die Situation im deutschsprachigen Ausland anders.

In der Schweiz zeigen die Empfehlungen von Casino.ch lediglich staatlich konzessionierte Anbieter ohne Sportwetten. Diese werden von eigenen Betreibern angeboten. Ähnlich ist die Situation auch in Österreich. Dort gelten Sportwetten nicht als Glücksspiel und werden nicht vom Glücksspielgesetz erfasst.

Zahlreiche Rekorde in Reichweite?

Ob die Münchner ihrer Favoritenrolle gerecht werden können, bleibt vorerst offen, doch die Chancen auf einen Aufstieg ins Halbfinale des DFB-Pokals stehen gut. Schließlich hat der Verein auch nach der Weihnachtspause nichts von seiner Dominanz eingebüßt. Das bekam der VfL Wolfsburg deutlich zu spüren, der im Spiel gegen die Bayern mit 1:8 unterging.

Mit 44 von insgesamt 48 möglichen Punkten ist der Klub in der Deutschen Fußball-Bundesliga noch ungeschlagen und befindet sich auf dem Weg zu einer Rekordsaison. Schließlich hält der FC Bayern München selbst den Punkterekord von 91 Punkten in einer Saison, dieses Jahr könnte es bei optimalem Verlauf sogar 98 werden.

Die Tormaschine Harry Kane trifft weiterhin nach Belieben und könnte damit auch der Treiber für einen neuen Torrekord werden. Dieser ist immerhin 54 Jahre alt und stammt aus der Saison 1971/72. Damals erzielte der regierende deutsche Meister 101 Treffer. Halten die Bayern ihren bisherigen Schnitt von vier Toren je Spiel, dann könnte es in dieser Saison noch deutlich mehr, nämlich bis zu 130 Treffer werden.

Vom Notnagel zum Startrainer

Angesichts dieser enormen Dominanz ist die Spannung im Kampf um den Titel nahezu auf Null gesunken. Dass diese ausgerechnet von Trainer Vincenz Kompany ausgeht, ist die Ironie der Geschichte. Immerhin galt der Belgier ursprünglich nur als fünfte Wahl, nachdem ein Trainer nach dem anderen ein Engagement beim FC Bayern München abgelehnt hatte. Doch der „Notnagel“ entwickelt sich immer mehr zum Erfolgsgarant des Serienmeisters.

Das bringt den Bayern-Trainer auch international verstärkt ins Gespräch. So gilt der Belgier als möglicher Nachfolger von Pep Guardiola bei seinem ehemaligen Klub Manchester City. Diesen hatte Kompany als Spieler und Kapitän zu zahlreichen Titeln geführt. Gleichzeitig ist gerade ein ehemaliger Wunschkandidat des FC Bayern München frei geworden.

Die Absage des ehemaligen Bayer-Leverkusen-Erfolgstrainers Xabi Alonso hat erst dazu geführt, dass Vincent Kompany Trainer der Münchner werden konnte. Doch jetzt ist Alonso wieder frei und könnte in die Deutsche Fußball-Bundesliga zurückkehren. Ob dieses spektakuläre Trainerkarussell in Gang kommt, hängt jedoch nicht zuletzt von einem weiteren ehemaligen FC-Bayern-München-Trainer ab. Der Vertrag von Pep Guardiola bei Manchester City läuft noch bis 2027, doch der Spanier hat bereits mehrfach angedeutet, dass er auch früher aufhören könnte.

Generalprobe in Leipzig

Doch all diese Spekulationen sind vorerst noch Zukunftsmusik. Sowohl für den FC Bayern München als auch für RB Leipzig geht es im kommenden Viertelfinale des DFB-Pokals darum, sich durchzusetzen und ins Halbfinale des Bewerbs einzuziehen.

Fußballfans können das Duell der beiden Spitzenteams am 11.2. 2026 ab 20.45 Uhr live im Ersten sehen. Die Halbfinalspiele des DFB-Pokals folgen dann am 11. und 12. April, bevor am 22. Mai im Olympiastadion in Berlin der Sieger gekürt wird. Die Generalprobe für das Duell um den Aufstieg findet übrigens bereits am 18. Spieltag der Deutschen Fußball-Bundesliga statt. Dann ist der FC Bayern München in Leipzig zu Gast und könnte mit einem Sieg bereits einen psychologischen Vorteil herausspielen.

Damit steigt die Spannung vor dem großen Duell in München noch einmal an, beide Teams sind auf das Äußerste gefordert, um im DFB-Pokal zu verbleiben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

   

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