"Das ärgert mich massiv": Wilhelm bemängelt Kölner Abwehrleistung

Zum Saisonauftakt musste der FC Viktoria Köln gegen den SSV Jahn Regensburg eine herbe 2:5-Pleite hinnehmen. Trotz einer couragierten Leistung kassierte die Mannschaft von Trainer Marian Wilhelm eine Lehrstunde.

"Du misst dich belohnen"

Es war ein offener Schlagabtausch, den die Gäste am Ende klar für sich entschieden. Mit der Unerfahrenheit seiner Schützlinge wollte der Viktoria-Trainer die Niederlage aber nicht erklären. "Das hat mit jung nichts zu tun. Wenn du fünf Tore in der dritten Liga kassierst, dann wirst du kein Spiel gewinnen", machte Wilhelm am Mikrofon von "Magenta Sport" deutlich und schob nach: "Trotzdem haben wir genug Torchancen, dass es sogar nochmal eng werden könnte."

Gleich nach wenigen Minuten hätte seine Elf in Führung gehen können, doch Niklas Castelle schoss den Ball am leeren Tor vorbei. "Wir hatten uns viel vorgenommen. Ich glaube, das hat man in der Anfangsphase gesehen. Da haben wir ein sehr ordentliches Spiel gemacht und dann war Regensburg einfach eiskalt", resümierte Wilhelm. Obwohl die Kölner das Spielgeschehen bestimmten, fehlte ihnen die Zielstrebigkeit und Konsequenz. "Das Spiel ist schon sehr auf unserer Seite gewesen. Wir hatten zwei, drei gute Chancen, die wir nicht machen. Du musst in den Situationen, wo du gut im Spiel bist, dich auch belohnen. Das haben wir heute nicht gemacht", trauerte Wilhelm den vergebenen Möglichkeiten nach.

"Das dritte Tor schenken wir komplett her"

Auch nach den ersten beiden Gegentoren war das Spiel noch nicht verloren. "Trotzdem kommen wir wieder, sind dran, hatten dann auch eine gute Phase. Das dritte Tor schenken wir dann einfach komplett her. Da bleiben wir einfach stehen. Das verdienst du dann an diesem Tag nicht, mehr mitzunehmen", fand der 37-Jährige klare Worte. Zu allem Überfluss zog sich Pascal Fallmann ohne Fremdeinwirkung eine Verletzung am Sprunggelenk zu. Direkt im Anschluss kam es zu einer Rudelbildung, "Da bin ich sehr zufrieden, dass unsere Jungs da einfach Pascal schützen, weil es deutlich war, dass er sich dolle weh getan hat. Da gehört es sich nicht, verbal nochmal draufzutreten", so Wilhelm.

Unter dem Strich verpassten es die Kölner, die entscheidenden Momente auf ihre Seite zu ziehen. Aus diesem Auftritt können sie einiges mitnehmen, müssen aber auch ihre Schlüssen ziehen. "Es ist viel zusammengelaufen, aber nicht für uns. Am Ende gilt es das abzuschütteln und auf nächste Woche zu fokussieren." Dann geht es weiter beim VfB Stuttgart II.

   

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