"Brauchen diese kleine Momente": Aachen hofft auf Heim-Impuls

Gleich zum Auftakt in die Rückrunde steht für Alemannia Aachen viel auf dem Spiel. Zum einen will der Klub im Kampf um den Klassenerhalt ein Zeichen setzen – zum anderen steht die Feier zum 125-Jubiläum an. "Tausend Gründe, um sie besonders motiviert anzugehen", habe die Partie für Mersad Selimbegovic daher, sagte er im Mediengespräch vor der Partie. Für die sieht er seine Mannschaft deutlich verbessert.

"Auch nicht zu sehr reinsteigern"

Der Rückrundenauftakt gegen den VfL Osnabrück ist für Alemannia Aachen in vielerlei Hinsicht besonders. Am 16. Dezember feierte der Klub sein 125-jähriges Bestehen, knapp vier Wochen später wird das Jubiläum nun mit dem ersten Heimspiel der zweiten Saisonhälfte nachgefeiert. Vor dem Anpfiff ist ein ökumenischer Gottesdienst im Aachener Dom geplant, anschließend ein Fanmarsch zum Tivoli. Zum Spielbeginn folgt schließlich eine Choreographie der Anhänger. Für Cheftrainer Selimbegovic hat die Partie daher "tausend Gründe, um sie besonders motiviert anzugehen". Hinzu kämen die kurze Winterpause und die sportlich prekäre Lage – zugleich mahnte der 43-Jährige: "Man darf sich auch nicht zu sehr reinsteigern. Ansonsten verkrampft man."

Die Aufgabe ist für die Alemannia nicht nur auf dem Papier anspruchsvoll. Mit dem VfL Osnabrück gastiert der Tabellensechste am Tivoli. Auf dem Platz zeichnen sich die Niedersachsen laut Selimbegovic vor allem durch Körperlichkeit und Disziplin aus. Der Schlüssel zum Erfolg liege daher in Details: "Wir brauchen diese kleine Momente. Die hatten wir zuletzt nicht, weil wir oft in Rückstand geraten sind. Gerade zuhause brauchen wir mal eine Führung." Mut macht dem Trainer die Entwicklung im Trainingslager: "Wir haben uns in allen Belangen verbessert. Man hat gemerkt, dass Abläufe da sind – darüber konnte man vorher nicht sprechen." Als Beispiel nannte er eine Szene aus dem Testspiel gegen Carl Zeiss Jena: "Wir haben eine Ecke kurz gespielt und den Ball verloren, aber dann sind acht Spieler nach hinten gesprintet und haben das Foul gezogen. Genau das brauchen wir: dass jeder für jeden da ist. Mit einer guten Energie wird alles andere einfacher."

24.000 Zuschauer werden erwartet

Um körperlich gegen Osnabrück gegenzuhalten, könnte Faton Ademi für Bentley Baxter Bahn in die Startelf rücken, "aber es ist noch nichts in Stein gemeißelt". Auf reine Physis dürfe man sich jedoch nicht beschränken. Gerade im Eins-gegen-Eins sieht Selimbegovic noch Potenzial und hegt einen Wunsch: "Einem 22-Jährigen kann man das nicht mehr beibringen, in der Jugend schon. Man muss im Kopf die Freude haben, auch mal ins Dribbling zu gehen. Heute ist alles viel zu sehr taktisch. Spieler, die stark im Eins-gegen-Eins sind, sind wichtig, um die Kompaktheit des Gegners zu brechen. Ich bin schon froh, wenn man solche Leute hat."

Personell muss Aachen weiterhin auf einige Langzeitverletzte verzichten. Mit Gianluca Gaudino, Nils Winter und Pierre Nadjombe stehen jedoch wieder mehrere Akteure zur Verfügung. Ob Gaudino nach seiner Erkrankung bereits eine Option ist, bleibt abzuwarten. Felix Meyer fehlt gelbgesperrt. Dafür könnte Neuzugang Petros Bagalianis sein Debüt feiern. Selimbegovic bezeichnete dieses Szenario als "sehr wahrscheinlich". Anstoß ist am Samstag um 16:30 Uhr, rund 24.000 Zuschauer werden dabei sein.

   

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