Beniermann nach Auftaktpleite "bedient" – Sorgen um Fedl
Zum Auswärtsspiel nach Duisburg war der SV Meppen zwar als Außenseiter gefahren, dennoch tat die 0:3-Niederlage am Ende weh. Zumal die Emsländer vorerst am Tabellenende stehen. Trainer Lucas Beniermann war bedient, wollte aber nicht alles schlechtreden. Sorgen gibt es um Kapitän Jonas Fedl, der bereits in der Anfangsphase vom Platz musste.
Fehler "eiskalt bestraft"
Viel hatte sich der SVM für sein erstes Drittliga-Spiel nach drei Jahren vorgenommen, geriet dann aber schon nach acht Minuten in Rückstand und musste Mitte der zweiten Halbzeit sowie in der Schlussphase noch zwei weitere Gegentore hinnehmen. Trainer Lucas Beniermann ärgerte sich bei "MagentaSport" vor allem über die individuellen Fehler vor den Gegentoren, die "eiskalt bestraft" worden seien. Das galt vor allem für das 0:3, als Rankic den Ball unglücklich in den Lauf von Noß verlängerte. Zudem habe sein Team in der Anfangsphase rund 25 Minuten lang nicht stattgefunden, sei "sehr wackelig" aufgetreten und habe regelrecht um das frühe Gegentor gebettelt. "Dann merkt man auch die Wucht, die hier entstehen kann."
Womöglich hat die stimmungsvolle Kulisse der über 25.000 Zuschauer gerade bei den jungen Spielern Eindruck hinterlassen. Beniermann sprach von einem der "schwierigsten Auswärtsspiele" der Saison. "Aber wenn man sieben Wochen arbeitet und sich auf die Liga vorbereitet, dann möchte man natürlich auch am 1. Spieltag etwas mitnehmen." Entsprechend zeigte sich der 35-Jährige "niedergeschlagen" und "bedient". Die Niederlage "tut schon weh und nervt. Es fühlt sich nicht gut an". Dennoch sei nicht alles schlecht gewesen. "Wir können auf jeden Fall Dinge mitnehmen. Wenn wir daran arbeiten, können sie in dieser Liga zum Erfolg führen. Die Niederlage wird uns nicht umwerfen", meinte Beniermann und dankte auch den 2.000 mitgereisten Fans für ihre Unterstützung: "Hut ab, wir sind sehr dankbar dafür."
Fällt Fedl länger aus?
Bei Cyrill Akono war die Enttäuschung ebenfalls "groß", gerade nach der "sehr, sehr harten" Vorbereitung. "Was dir nicht passieren darf, wenn du in Duisburg spielst, dass du ein schnelles Gegentor bekommst. Weil dann wird es einfach doppelt schwer in dem Stadion hier." Gerade zuhause habe der MSV eine "Riesenqualität", sodass Kleinigkeiten entscheiden würden. "Und da waren wir ein, zwei Mal nicht wach genug und wurden dann bestraft." Auch offensiv blieb der SVM insgesamt zu harmlos.
Dennoch blickte der Angreifer zuversichtlich voraus: "Wenn wir ganz normal an unserem Plan weiterarbeiten, dann bin ich guter Dinge, dass wir Samstag die Punkte holen." Gegen Mitaufsteiger Sonnenhof Großaspach dürfte es ein ganz anderes Spiel werden. Ob Kapitän Jonas Fedl mitwirken kann, ist allerdings noch ungewiss. Der 27-Jährige musste bereits nach 13 Minuten nach einem Zweikampf mit Lobinger vom Platz. Zu einer genauen Diagnose konnte Beniermann nach Spielende noch keine Angaben machen, berichtete aber, dass es sich um eine muskuläre Verletzung handelt. "Weiteres weiß ich leider noch nicht."