Auftaktsiege für Duisburg und Münster – Jahn schießt Viktoria ab

Der SSV Jahn Regensburg hat sich mit einem 5:2-Kantersieg gegen Viktoria Köln zum Auftakt vorerst an die Tabellenspitze geschossen. Auch der MSV Duisburg (2:0 gegen Meppen) und Preußen Münster (2:1 in Wiesbaden) feierten Siege, während Ingolstadt gegen Würzburg nicht über ein 2:2 hinauskam und Havelse trotz früher Führung mit 2:3 gegen den VfB Stuttgart II unterlag.

Duisburg 3:0 Meppen: Souveräner Erfolg des MSV

Direkt in der ersten Minute hatte Meppen die große Chance, Schmitt traf aber nur das Außennetz. Die Duisburger zeigten sich hingegen effektiver und schlugen mit der ersten Möglichkeit zu! Nach einer Flanke von Coskun kam Lobinger zum Kopfball und versenkte diesen im linken Eck (8.). Nach einer ruhigeren Phase darauf drängte Duisburg auf das zweite Tor. Zunächst flog Lobingers Schuss nur knapp am Pfosten vorbei (23.), im Anschluss scheiterte zweimal Bookjans (26./28.) mit guten Möglichkeiten. Meppen hingegen entwickelte zu wenig Torgefahr, und es blieb beim verdienten 1:0 für den MSV zur Pause.

Duisburg hatte auch in der zweiten Halbzeit wenig Probleme damit, die Spielkontrolle zu halten. Meppen gelang nach vorne weiter wenig und kassierte dann nach einer Ecke den zweiten Treffer. Eine Hereingabe von Noß landete bei Schlicke, der mit einem wuchtigen Kopfball das 2:0 für die Gastgeber besorgte (64.). Die Zeit plätscherte im Anschluss dahin, da die Duisburger wenige Probleme mit den Offensivbemühungen der Gäste hatten. Entschieden war das Spiel dann nach 84 Minuten. Nach einem langen Ball war Noß auf der rechten Seite frei durch und traf in die lange Eck zum 3:0. Durch den Auftaktsieg grüßt der MSV vorerst von Platz 2, Meppen ist Letzter.

Wiesbaden 1:3 Münster: Auftaktsieg für die Preußen

Die erste Möglichkeit der Partie hatte der Absteiger aus Münster, Mees Freistoß landete aber genau bei Stritzel (4.). Auch die nächste nennenswerte Chance hatte der Offensivspieler, traf aus spitzem Winkel aber den Pfosten (13.). Der auffälligste Mann der Anfangsphase verletzte sich bei der Szene allerdings und musste durch Ndikom ersetzt werden. Der eingewechselte Mann sorgte nach 27 Minuten dann aber für die Führung der Preußen, dank eines Geschenk von Stritzel! Der Torhüter übersah mit dem Ball am Fuß den Münsteraner, wodurch dieser das Spielgerät mit einer Grätsche direkt im Netz unterbringen konnte. Drei Minuten später machte der Schlussmann es deutlich besser und rettete im Eins-gegen-Eins im Duell mit Higl. Dann gab es ein kleines Geschenks für die Wiesbadener. Janitzek wurde im Luftduell von Koulis umgestoßen, es gab Elfmeter. Diesen verwandelte Flotho zum 1:1 (37.). Auch die nächste Möglichkeit hatten die Gastgeber, aber Karweina scheiterte an Behrens (40.). So blieb es beim 1:1 zur Pause.

Nach dem Wiederanpfiff wurde Wiesbaden direkt doppelt gefährlich. Behrens parierte aber sowohl gegen Ati Allah (51.) und Brandt (52.) gut. Nach einer ereignislosen Phase blieben die Gastgeber die gefährlichere Mannschaft. Zunächst wurde Herchers Abschluss durch die Grätsche von Paetow entschärft (73), bei der anschließenden Ecke verpasste Hercher per Kopf das 2:1 für die Gastgeber. Stattdessen führten dann plötzlich die Gäste. Brandt hielt Ndikom am Trikot fest, und es gab einen fragwürdigen Elfmeter für die Gäste. Diesen verwandelte der Gefoulte selbst zum 2:1 für Münster (77.). Eine gute Möglichkeit erspielten sich die Hessen dann nicht mehr und Münster machte die Partie in der zweiten Minute der Nachspielzeit durch den Treffer von Schulz zu. Für die Preußen geht es gegen Ingolstadt weiter, Wiesbaden muss nach Würzburg.

Viktoria 2:5 Regensburg: Effektive Regensburger feiern in Köln

Nach fünf Minuten hätte es fast das erste Mal geklingelt. Die Kölner profitierten von einem schlimmen Rückpass von Bauer, den Castelle in den Fuß bekam. An Hermann ging dieser gut vorbei, den Abschluss blockte aber Wurm und verhinderte so das fast sichere Gegentor für den Jahn. Die erste gute Möglichkeit für die Gäste hatte Hermes, dessen Schuss aber auf der Latte landete (16.). Die Stunde des Stürmers schlug aber noch. Nach einem Einwurf bediente Hobsch den Angreifer, der nach einigen Schritten zum 1:0 für Regensburg einschob (28.). Zehn Minuten später war der Stürmer wieder zur Stelle. Im Duell mit Eisenhuth setzte Hermes sich gut durch und erzielte seinen zweiten Treffer (38.). Nach einer guten Anfangsphase bekamen die Kölner offensiv nicht mehr viel Zugriff, und es ging mit dem 0:2 in die Kabine.

Nach dem Wiederanpfiff schlugen die Kölner mit der ersten Chance dann aber zu. Nach einer Flanke bekam Hingerl den Ball nur vor die Füße von Castelle geklärt. Der 23-Jährige traf in die rechte Ecke zum 1:2-Anschluss (53.). Die Regensburger reagierten aber stark auf diesen Schock und stellten den Abstand wieder her. Boujellab bediente am Strafraumrand Fein, der mit einem platzierten Abschluss zum 3:1 für den SSV traf (58.). Mit einem schnell ausgeführten Freistoß aus der eigenen Hälfte sorgte der Jahn für die Vorentscheidung. Philipp hatte auf der rechten Seite viel Platz und wurde schnell steil geschickt. Der Offensivspieler drang in den Strafraum ein und traf in die lange Ecke (66.). Der Nachmittag wurde immer bitterer für die Gastgeber. Nach einem Foul von Jakob gab es Elfmeter für Regensburg, Fein verwandelte diesen zum 5:1 der Gäste (74.). Mehr als der Treffer von Maboulou zum 2:5 war für die Kölner nicht mehr drin (82.). Mit dem Kantersieg setzt sich der Jahn vorerst an die Tabellenspitze.

Ingolstadt 2:2 Würzburg: Kickers kommen doppelt zurück

Nach einer ruhigen Anfangsphase wurde es plötzlich wild im Bayern-Duell. Nach zehn Minuten bekam Lokotsch die erste gute Chance für den FCI, traf aber nur den Innenpfosten. Nur vier Zeigerumdrehungen später parierte Hipper gegen Carlsen. Dann belohnte sich Ingolstadt allerdings. Nach einer Flanke von der rechten Seite durch Gül hielt Lokotsch den Fuß rein und erzielte das 1:0 (16.). Die bis dahin offensiv unauffälligen Würzburger schlugen aber relativ schnell zurück. Nach einer guten Flanke von der rechten Seite durch Omore traf Bonga mit dem Kopf zum 1:1 (21.). Danach beruhigte sich das Spiel etwas, und es spielte sich viel im Mittelfeld ab. Kurz vor der Pause wurde es dann aber wieder spektakulär. Per Hacke bediente Lokotsch den freien Sekulovic, der den FCI zunächst wieder in Führung brachte (43.). Der Aufsteiger blieb aber dran und schlug noch vor der Halbzeit zurück. Nach einer Flanke von Kraus köpfte Omore sich selbst an und sorgte für das 2:2 (45.+3).

Im zweiten Durchgang hatte der FCI die erste Chance, Lorenz köpfte aber deutlich drüber (48.). Die erste Großchance bekamen dann auch die Gastgeber. Nach einer Flanke von Gül köpfte Ugondu nur knapp über den Kasten (57.). Direkt auf der Gegenseite gab es dann auch die erste Chance von Würzburg. Kinsombi scheiterte aber an der Fußabwehr von Klein (58.). Nach der torreichen ersten Halbzeit fehlte beiden Mannschaften im zweiten Abschnitt der Zug zum Tor. Die nächste gute Chance der Partie gab es erst nach 83 Minuten. Nach einer Flanke von Bennett kam Lokotsch zum Kopfball aus einer kurzen Distanz, Hipper rettete Würzburg mit einer guten Reaktion aber vor dem Rückstand. Das war die letzte aufregende Szene der Partie, und es blieb beim Unentschieden. Ingolstadt muss nun nach Münster, Würzburg trifft am Freitag auf Wiesbaden.

Havelse 2:3 Stuttgart II: Niederlage trotz Traumstart für den TSV

Nach dem großen personellen Umbruch im Sommer durfte Havelse vor nur 750 Zuschauern in der Heinz von Heiden Arena bereits nach knapp elf Sekunden jubeln! Nach einem langen Ball direkt nach dem Anstoß legte Wriedt für Tauer auf, der mit einem trockenen Abschluss in die linke Ecke das 1:0 für Havelse erzielte. Der TSV agierte in der Folge defensiv und setzte auf ein schnelles Umschaltspiel. Die Stuttgarter taten sich schwer damit, eine Lücke zu finden. Die gefährlichere Mannschaft blieb der TSV. Wriedt ließ sich alleine vor dem Tor aber zu viel Zeit und konnte so nicht mehr abschließen (34.). Fast aus dem Nichts glichen die Schwaben dann aber aus. Groiß platzierte einen Freistoß in die linke Ecke (42.). Vor der Pause hätte Havelse fast direkt zurückgeschlagen. Der Schuss von Tauer landete aber nur knapp über dem Kasten (44.).

In der zweiten Halbzeit kam Havelse wieder stark aus der Kabine und traf früh zum 2:1. Nach einer Flanke von Sommer bediente Wriedt in der Mitte Tugbenyo mit dem Kopf. Der Offensivspieler schob zum zweiten Treffer der Niedersachsen ein (49.). Die Zeit plätscherte vor sich hin, ehe die Gäste sich wieder effektiv zeigten. Nach einer Vorlage von Sessa bekam van der Leij den Ball, der in die rechte Ecke zum Ausgleich einnetzte (70.). Drei Minuten später traf Rölke dann für die Stuttgarter, stand aber im Abseits. Die Gäste waren nun aber besser im Spiel und sorgten dann nach 78 Minuten tatsächlich für das 3:2. Nach der Flanke von Sessa traf Malanga per Volleyschuss zum Siegtreffer. Havelse erarbeitete sich nur noch eine gute Möglichkeit, Guiddir scheiterte aber im Eins gegen Eins an von der Felsen. Nach der Auftaktniederlage muss Havelse nun nach Essen, die Stuttgarter fordern Viktoria Köln heraus.

 

   

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