Aufstiegschancen begraben: Wiesbaden "nicht reif genug"

Der SV Wehen Wiesbaden hat seine letzte Aufstiegschance verpasst. Durch die 0:1-Niederlage gegen Konkurrent Eintracht Braunschweig hat sich der Rückstand auf zwölf Punkte vergrößert, die für die Elf von Trainer Markus Kauczinski fünf Spiele vor Schluss nur noch theoretisch aufzuholen sind.

SVWW "dieses Jahr auch nicht gut genug"

"Insgesamt hat man gesehen, dass Eintracht zu Recht da oben steht und mit um den Aufstieg spielt – und wir nicht. Und diesen Unterschied, gerade im Mittelfeld, mit dem Tempo, das sie gehen, das können wir nicht gehen. Und von daher geht der Sieg völlig in Ordnung", resümierte Kauczinski nach der knappen Pleite. "Wir haben am Ende noch Möglichkeiten gehabt, nochmal alles nach vorne geworfen. Aber insgesamt waren wir heute einfach nicht gut genug, um zumindest einen Punkt mitzunehmen." Keeper Florian Stritzel sah von seinem Team "zwei, drei Chancen – die hätten wir machen müssen. Dann steht es 1:1 und dann hast du vielleicht ein offenes Visier und kannst vielleicht den Lucky Punch setzen."

Überraschend kommt der Verbleib in Liga drei für Kauczinski nicht. Er selbst "habe ja keine Luftschlösser gebaut, weil ich das analysiere, einordne und schon erkannt habe, dass einfach ein bisschen was fehlt." In den wichtigen Situationen habe er erkannt, dass "diese Topteams einfach diesen kleinen Tick besser sind". Weiter habe er "auch gesehen, dass wir letzten Endes nicht reif genug sind und am Ende dieses Jahr auch nicht gut genug. dieses Jahr auch nicht gut genug".

"Meppen ist nicht Braunschweig"

Vor allem zu Hause lief es für die Hessen in dieser Saison bislang nicht allzu erfolgreich. 21 ihrer 46 Punkte holten sie im eigenen Stadion, womit der SVWW lediglich auf dem 13. Platz der Heimtabelle steht. Auswärts lief es besser, so auch Anfang April, als der SVWW 4:0 in Meppen gewann. Doch "Meppen ist nicht Braunschweig", wie Kauczinski nach der sechsten Heimniederlage der Saison wissen ließ.

Wieso Wiesbaden zu Hause noch nie gegen Braunschweig gewann, konnte sich Stritzel nicht erklären: "Keine Ahnung." Der Begriff Angstgegner beschreibt Eintracht Braunschweig für Wehen Wiesbaden wohl ganz gut. Zwischen beiden Vereinen wurde es während der Begegnung an der Seitenlinie zwischenzeitlich etwas hitzig, es seit laut Kauczinski "aber alles okay". "Jeder Busfahrer steht auf und schreit irgendwas rein. Und da gab es eine kleine Diskussion", erklärte der 52-jährige Chefcoach, dessen Mannschaft auf Rang acht in den Ligaendspurt geht und dabei noch gegen Aufstiegs- als auch Abstiegskandidaten spielt. Da die Wiesbadener weder ab- noch aufsteigen werden, können sie in den letzten Partien befreit aufspielen und sich als Stolperstein entpuppen. Am nächsten Samstag geht es nach Zwickau.

   

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