Auf "Wunsch des Spielers": RWE löst Vertrag mit Gjasula auf
Rot-Weiss Essen und Klaus Gjasula gehen künftig getrennte Wege. Wie der Ruhrpott-Klub am Mittwoch bekanntgab, wird der ursprünglich noch laufende Vertrag des 36-Jährigen auf Wunsch des Spielers in beiderseitigem Einvernehmen aufgelöst.
Private Gründe ausschlaggebend
Profifußball-Direktor Marcus Steegmann erklärt in einer Mitteilung, dass private Gründe ausschlaggebend für die Trennung gewesen seien. Zudem würdigt er die Rolle des Routiniers insbesondere in einer schwierigen Phase des Vereins: "Klaus kam in einer sportlich angespannten Situation zum Verein und sollte uns als erfahrener Spieler auf und neben dem Platz dabei unterstützen, wieder stabiler zu werden", sagt Steegmann. Diesen Erwartungen sei Gjasula "sportlich wie menschlich mehr als gerecht geworden".
Als der 36-Jährige nun mit dem Wunsch auf den Verein zugekommen war, "seinen Vertrag aufgrund von familiären Angelegenheiten aufzulösen, hatten wir die Möglichkeit, ihm etwas zurückzugeben", macht Steegmann klar. Es habe daher nicht zur Debatte gestanden, "dass wir hier zu einer einvernehmlichen Lösung kommen und diesem Wunsch entsprechen werden", so Essens Profifußball-Direktor."Wir danken 'Gjasu' für seinen Einsatz und seine Energie, die er jeden Tag mit auf den Platz und in die Kabine getragen hat, und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute."
"Unheimlich dankbar für die Zeit"
Der ehemalige albanische Nationalspieler war im Januar 2025 vom SV Darmstadt 98 an die Hafenstraße gewechselt. Seitdem absolvierte Gjasula 48 Pflichtspiele für die Rot-Weissen, erzielte zwei Tore und bereitete fünf weitere Treffer vor. In der vergangenen Saison kam der Mittelfeldspieler auf 29 Einsätze sowie ein Tor und zwei Vorlagen. Mit dem 36-Jährigen verliert RWE nicht nur einen Stammspieler, sondern auch einen Anführer, an dem für Trainer Uwe Koschinat selten ein Weg vorbeiführte.
Zum Abschied sagt er: "Ich bin dem Verein, den Fans, den Mitarbeitern und meinen Mitspielern unheimlich dankbar für die Zeit hier in Essen, in der ich mich sehr wohlgefühlt habe." Der Mittelfeldspieler erinnert daran, dass sich der Verein bei seiner Ankunft in einer schwierigen sportlichen Lage befand. "Aus dieser haben wir es zusammen herausgeschafft und eine großartige Saison gespielt, in der es leider nicht für den ganz großen Wurf gereicht hat", erklärt Gjasula.
Doch manchmal gebe es Themen, "die wichtiger und größer sind als der Fußball, die jetzt meine Aufmerksamkeit benötigen“, so der Routinier. Deshalb wolle er seinen Lebensmittelpunkt wieder näher in die Region verlegen, in der er aufgewachsen sei. "Ich danke dem Verein, dass wir zusammen eine passende Lösung gefunden haben. Ich wünsche RWE sportlich für die Zukunft nur das Beste." Gjasula ist bereits der zehnte Abgang der Essener in diesem Sommer. Der Umbruch nimmt damit Fahrt auf.