Alles, was ihr zum 28. Spieltag wissen müsst

Die Englische Woche lässt uns keine Atempause. Weiter geht das straffe Programm mit dem 28. Spieltag, der schon am heutigen Freitag startet. Das große Highlight steigt am Samstag mit einem Ostderby im Aufstiegskampf. Die Details erfahrt ihr wie gewohnt in unserer Vorschau.

Die Ausgangslage

Der bisherige Gewinner der Englischen Woche? Ganz klar der VfL Osnabrück! Die Lila-Weißen konnten beide Spiele gewinnen und sich dadurch an der Tabellenspitze etwas absetzen. Auf Platz drei sind es jetzt schon vier Punkte! Auch Energie Cottbus darf sich zu den Gewinnern zählen, sind die zweitplatzierten Lausitzer derzeit doch das einzige Team, das mit Osnabrück Schritt halten kann.

Auch bei Hansa Rostock ist die Stimmung prächtig, konnten die Hanseaten ihre zwischenzeitliche Krise ad acta legen und sich mit zwei Siegen in Folge in Position bringen. Am Samstag kommt es nun zum Showdown mit Rivale Energie Cottbus – das Spitzenspiel des Spieltags! Und natürlich darf auch der TSV 1860 München nicht vergessen werden. Die Münchner Löwen feierten unter der Woche bereits den vierten Sieg in Folge und sind auf einmal wieder mittendrin im Kampf um den Aufstieg. Plötzlich haben die Sechzger nur noch drei Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz.

Und weiter unten? Im Abstiegskampf dürfen sich Hoffenheim II, Aachen, Regensburg und Saarbrücken als Sieger sehen, schließlich ist es dem gefährdeten Quartett gelungen, sich im bisherigen Verlauf der Englischen Woche von der roten Zone abzusetzen. Acht Punkte beträgt das Saarbrücker Poster auf Platz 17 mittlerweile. Das restliche Trio hat sogar schon elf Zähler Vorsprung. Ganz anders sieht die Lage in Aue und Ulm aus. Das Duo läuft akute Gefahr, das rettende Ufer schon frühzeitig aus den Augen zu verlieren.

 

Fünf Spiele im Fokus

Köln vs. 1860 München: Beenden heimstarke Kölner die Münchner Siegesserie?

Aus dem grauen Tabellenmittelfeld startend sind die Münchner Löwen mittlerweile in Schwung gekommen. Vier Siege in Folge durfte die Mannschaft von Markus Kauczinski zuletzt feiern. Das Schema war dabei stets dasselbe: Optisch eher bieder, aber dafür gnadenlos effizient – im Stile einer Spitzenmannschaft. Generell spricht der Punkteschnitt von 1,94 Punkten aus den 17 Partien unter Kauczinski für sich. Halten die Löwen diesen Schnitt bis zum Saisonende, scheint zumindest der Sprung auf den Relegationsplatz noch möglich zu sein.

Dafür gilt es, am Freitagabend bei Viktoria Köln nachzulegen. Doch aufgepasst: Die Viktoria präsentiert sich aktuell in guter Verfassung – und ist vor allem im heimischen Sportpark Höhenberg eine Macht. Sieben der bis dato 14 Heimspiele konnten die Kölner gewinnen – bei erst vier Niederlagen. Unter der Woche erwies sich Tabellenführer Osnabrück als zu stark, es setzte eine 0:2-Pleite für die Elf von Marian Wilhelm. Zuvor blieben die Rechtsrheinischen aber wettbewerbsübergreifend fünfmal in Folge unbesiegt. Gegen 1860 soll nun die nächste Serie gestartet werden.

Aue vs. Aachen: Nutzt Aue die womöglich letzte Chancen?

Im Nebel von München musste Erzgebirge Aue am Dienstagabend eine schmerzhafte Niederlage einstecken. Trotz eines leidenschaftlichen Auftritts standen die Veilchen auch im achten Spiel des Jahres erneut mit leeren Händen da (sechs Niederlagen und zwei Remis in 2026). In der Tabelle äußert sich die Misere in bereits acht Punkten Rückstand auf das rettende Ufer. Kurzum: Im Heimspiel gegen Alemannia Aachen, das als Dreizehnter elf Punkte vor Aue liegt, ist der FCE zum Siegen verdammt. Trainer Christoph Dabrowski gab sich im Vorfeld zuversichtlich, dass die Siege folgen werden, sofern seine Spieler die Fehlerquote verringern würden.

Neue Kraft möchte der Coach aus der 80-Jahr-Feier schöpfen, die am Mittwochabend stattfand. Der Zusammenhalt "sollte und Antrieb und Energie geben, um am Samstag endlich wieder einen Dreier zu holen", so Dabrowski. Gegner Aachen reist allerdings mit frischem Rückenwind ins Erzgebirge, konnten die Schwarz-Gelben doch drei ihrer letzten vier Spiele gewinnen und sich dadurch entscheidend von der Abstiegszone absetzen. Spätestens bei einem Sieg in Aue könne man vom Klassenerhalt reden, ließ sich Top-Scorer Lars Gindorf zuletzt entlocken.

Cottbus vs. Rostock: Brisantes Ostderby vor vollem Haus  

Rund 19.000 Zuschauer! Passend zum brisanten Ostderby kündigt sich bei Energie Cottbus die mit Abstand größte Heimkulisse der Saison bei einem Ligaspiel an. Generell fühlt sich Cottbus zu Hause besonders wohl: Acht der 14 Heimspiele wurden gewonnen, verloren ging bisher nur die Partie gegen den VfL Osnabrück, mit dem sich der FCE derzeit die Tabellenführung teilt. Die tolle Heimbilanz soll unbedingt auch nach brisantem Duell mit Hansa Rostock Bestand halten. Derzeit liegen die Mecklenburger sechs Punkte hinter Cottbus auf Platz vier.

Der F.C. Hansa reist mit Rückenwind von der Ostsee in die Lausitz. Einerseits, weil sich Rostock in dieser Saison auf fremden Plätzen besonders wohlfühlt. In der Auswärtstabelle ist die Kogge mit 23 Punkten auf Platz zwei zu finden. Und andererseits, weil der FCH, der am Mittwoch einen souveränen 3:1-Sieg beim TSV Havelse einfahren konnte, nach zuletzt zwei Siegen in Folge in guter Verfassung befindet. Im Spitzenspiel gegen Energie Cottbus spricht zudem das Mehr an Erfahrung für Hansa Rostock. Weniger gut fallen dagegen die Rostocker Erinnerungen an die jüngste Vergangenheit aus, schließlich gingen die letzten fünf Ostderbys alle an Cottbus.

Regensburg vs. Osnabrück: Stoppen formstarke Regensburger den Tabellenführer?

Groß war der Ärger im Lager des SSV Jahn Regensburg nach dem 1:1 gegen den SSV Ulm 1846 in am vergangenen Wochenende, hatte der Jahn doch etliche gute Chancen ungenutzt gelassen und dadurch den verdienten Sieg verpasst. Doch das gute an einer Englischen Woche? Die Oberpfälzer hatten schon drei Tage später die Möglichkeit, es besser zu machen – und nutzen diese! Beim heimstarken SC Verl feierte die Elf von Michael Wimmer am Dienstagabend einen verdienten 2:1-Sieg – dem sehenswerten Doppelpack von Noel Eichinger sei Dank.

Generell kann sich die Form der Regensburger aktuell sehen lassen. Nur eines der letzten sechs Spiele wurde verloren, wodurch sich der Jahn mittlerweile elf Punkte Vorsprung auf die Abstiegsplätze erarbeitet hat. Entsprechend muss sich Tabellenführer Osnabrück am späten Samstagnachmittag auf eine harte Nuss einstellen. Für den VfL, der zuletzt drei Siege in Folge einfahren konnte, spricht allerdings die beeindruckende Auswärtsstärke: Mit 27 Punkten aus 13 Partien sind die Niedersachsen mit Abstand die stärkste Auswärtsmannschaft der Liga. Ein weiteres Faustpfand der Schultz-Truppe ist bekanntermaßen die starke Defensive: Beim 2:0 gegen Viktoria Köln am Dienstag hielt Keeper Lukas Jonsson zum 14. Mal die Null!

Duisburg vs. Saarrücken: Findet der MSV zu Hause auf die Siegerstraße zurück? 

Ein magerer Punkt betrug der Vorsprung auf die Abstiegsplätze, als Argirios Giannikis Mitte Februar beim 1. FC Saarbrücken das Ruder übernahm. Vier Spiele und acht Punkte später sind es bereits deren acht. Von einer erfüllten Mission will der Trainer allerdings noch nichts wissen. "Der Klassenerhalt ist ein Marathon", erklärte der Deutsch-Grieche zuletzt nach dem 2:0-Sieg gegen Wehen Wiesbaden. Gleichwohl habe sein Team zuletzt "gezeigt, wozu es imstande ist, wenn die Abläufe gefestigt sind".

An diese gute Entwicklung will der FCS nun auch in der Duisburger Schauinsland-Reisen-Arena anknüpfen, wo der MSV nach wie vor ungeschlagen ist. Nach zuletzt zwei Unentschieden gegen Havelse und Ingolstadt möchten die Zebras vor heimischem Publikum unbedingt auf die Siegerstraße zurückkehren. Tabellarisch wäre ein Sieg für die ambitionierten Duisburger wichtig, um den Relegationsplatz vor der nachrückenden Konkurrenz abzusichern und gleichzeitig Druck auf das Spitzenduo auszuüben, das zuletzt bis auf vier Punkte enteilen konnte. Damit es mit dem anvisierten Sieg klappt, hofft Trainer Dietmar Hirsch auch wieder auf weniger Ärger mit Schiedsrichter-Entscheidungen.

   

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