"Alle Gegentore mit vorbereitet": Aue-Frust nach 1:4-Packung

Auswärts läuft es für den FC Erzgebirge Aue einfach nicht. Beim 1:4 in Saarbrücken kassierten die Veilchen saisonübergreifend die zehnte Auswärtspleite in den letzten zwölf Spielen. Vor allem das Abwehrverhalten sorgte für jede Menge Frust. 

Veilchen patzen mehrfach folgenschwer

Mit dem Anschlusstreffer zum 1:2 durch Maximilian Schmid in der 77. Minute war sie nochmal da, die Hoffnung, vielleicht doch noch einen Punkt mitnehmen zu können. Doch dann ließen sich die Veilchen zweimal auskontern und patzten vor dem vierten Gegentreffer genau folgenreich wie schon beim 0:1, als Malone einen Pass vor dem eigenen Strafraum genau in die Füße des Gegners spielte. Am Ende durfte sich Aue über die hohe Niederlage dann nicht beschweren. "So, wie du das Spiel angegangen bist und wie die Tore entstanden sind, war es einfach viel zu wenig", schimpfte Julian Günther-Schmidt nach der Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte bei "MagentaSport" und sprach von einer Klatsche, die schmerze.

"Wir bekommen die Tore viel zu einfach. Da müssen wir uns selbst ankreiden. Wenn du auswärts so auftrittst, wird es schwer, etwas mitzunehmen." Im zweiten Auswärtsspiel dieser Saison war es die zweite Pleite – bei 1:5 Toren. Saisonübergreifend haben die Veilchen gar zehn der letzten zwölf Partien in der Fremde verloren. "Wir haben es auch heute nicht hinbekommen, die Tiefe zu bespielen und den Gegner vor Herausforderungen zu stellen", merkte der Stürmer an. "Das sind alles Ansätze, an denen wir jetzt arbeiten müssen."

"Dann dürfen wir uns nicht wundern"

Trainer Jens Härtel war ebenfalls bedient. "Wir kriegen die Tore aus einfachen Ballverlusten und haben so alle Treffer mit vorbereitet." Die Fehler an sich seien nicht mal das Problem, "sondern die Reaktion danach. Und die war nicht gut. Jede Situation, die sie hatten, haben sie reingemacht. Dann dürfen wir uns nicht wundern, dass wir so ein Spiel verlieren". Ärgerlich sei die Niederlage auch deshalb, "weil sie nicht nötig gewesen wäre".

Gleichwohl habe sein Team Schwierigkeiten damit gehabt, ihr Spiel aufzuziehen. Das lag Härtel zufolge zwar auch daran, dass Saarbrücken "deutlich höher und aggressiver" angelaufen sei als in den letzten Spielen. Allerdings habe er damit bereits gerechnet. Umso ärgerlich, dass der FCE damit dann nicht zurechtkam. "Wir haben uns mehr ausgerechnet", so Härtel, der die Blicke mit seiner Mannschaft erstmal nach unten richten muss. Nur vier Punkte aus vier Spielen bedeuten derzeit Rang 14. Im Heimspiel gegen Viktoria Köln in zwei Wochen muss daher wieder ein Sieg her, genauso wie am kommenden Samstag im Landespokal bei Fünftligist SG Taucha.

 

   

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