Alemannia: Hanraths will gegen Essen wieder auf dem Platz stehen

Seit 173 Tagen muss Alemannia Aachen schon auf Kapitän Mika Hanraths verzichten. Der 26-Jährige fällt aufgrund eines Muskelbündelrisses aus. Für sein persönliches Comeback als auch für die Mannschaft hat der Innenverteidiger ein klares Ziel vor Augen.

Comeback in der Warteschleife

In der vergangenen Saison war Hanraths nicht nur Stammspieler bei Aachen, sondern auch Kapitän. In dieser Spielzeit musste der Verteidiger wegen seines Muskelbündelrisses beides übergangsweise aufgeben. Das Comeback rückt jedoch näher, wie er im Gespräch über den Vereinskanal verriet: "Vom Gefühl her bin ich kurz davor, wieder teilweise ins Mannschaftstraining integriert zu werden. Das Trainingslager ziehen wir komplett durch, und wenn wir zurück in Aachen sind und mein Oberschenkel weiterhin gut reagiert, können wir die nächsten Schritte gehen. Entscheidend ist dabei, dass wir die Kraftwerte weiterhin genau überprüfen." Dennoch hat der 26-Jährige ein klares Ziel: "Anfang Februar wieder mit dabei zu sein – gegen Rot-Weiss Essen."

Im türkischen Belek bereitet sich die Alemannia auf die Mission Klassenerhalt vor. Für Trainer Mersad Selimbegovic, der seit Anfang November im Amt ist, ist das Trainingslager ein wichtiger Baustein, um Abläufe zu festigen. Hanraths nimmt die bisherige Zeit "sehr positiv" wahr: "Das, was ich bisher auf dem Platz gesehen habe, aber auch die Analysen, haben absolut Hand und Fuß. Wichtig ist, dass wir alle dieselbe Sprache sprechen. Für mich bedeutet das, Vollgas zu geben und keinen Prozentpunkt weniger zu investieren. Hier kann sich niemand rausnehmen. Das, was uns lange ausgezeichnet hat – mutig nach vorne zu spielen und ebenso mutig zu verteidigen, gerade auf dem Tivoli – braucht Kommunikation und Selbstbewusstsein."

Vorteil Tivoli und Auftakt der Rückrunde

Die zweite Saisonhälfte startet der Vorjahresaufsteiger beim VfL Osnabrück. "Es wird ein knackiges Spiel", schaut Hanraths voraus, sieht aber gute Chancen für sein Team: "Wir haben den Vorteil, dass wir auf dem Tivoli spielen. Dazu ist es das erste Spiel der Rückrunde. Da kommt – auch wenn wir nicht gut dastehen – wieder Euphorie auf." Dennoch warnt er: "Osnabrück hat eine sehr stabile Defensive und bis auf zwei Ausnahmen nur wenig Gegentore kassiert."

Generell werde es "nicht einfach in der Rückrunde, da die Mannschaften eingespielter sind als zu Beginn der Saison". Trotzdem zeigt sich Hanraths optimistisch und hat ein Rezept für eine erfolgreiche zweite Halbserie parat: "Was wir dafür brauchen, ist der Mut und der Wille, dass wir in der Defensive alles wegverteidigen. Dabei dürfen wir uns nicht auf den Nebenmann verlassen, sondern jeder einzelne von uns muss vorangehen und seine Mitspieler unterstützen."

"… dann ist hier viel möglich"

Unterstützung brauche die Mannschaft auch von den Fans. Hanraths: "Den hatten wir im Aufstiegsjahr und auch in der vergangenen Saison – und den brauchen wir jetzt wieder, gerade in einer Phase, in der es nicht so läuft. Das zeichnet Aachen aber auch aus. Der Zusammenhalt hier in Aachen ist etwas Besonderes." Wichtig sei es jetzt, nach vorne zu blicken: "Was in der Hinrunde passiert ist, können wir nicht mehr ändern." Zwar werde es nicht von heute auf morgen besser, "wenn aber jeder Gegner spürt, dass Fans, Mannschaft und Verein als eine Einheit zusammenstehen, dann ist hier viel möglich."

   

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