"Sind uns intern einig": Viktoria will keine Spieler im Winter abgeben
Mit 26 Punkten steht Viktoria Köln seit Samstag an der Tabellenspitze. Längst sind einige Spieler in das Visier von anderen Klubs geraten, doch abgeben wollen die Höhenberger im Winter niemanden.
"Deshalb sind wir da auch entspannt"
Schon acht Siege, erst zwei Niederlagen und 31 Tore: Viktoria Köln gehört bislang zu den großen Gewinnern in dieser Saison. Vor allem das Offensivtrio David Otto (acht Tore, drei Vorlagen), Niklas Castelle (sechs Tore, vier Vorlagen) und Lucas Wolf (sechs Tore, eine Vorlage) ragt aus einer starken Mannschaftsleistung heraus. Nachdem die Kölner in den letzten Jahren immer wieder Leistungsträger abgeben mussten – im vergangenen Winter etwa wechselte Lex Tyger Lobinger zum MSV Duisburg -, soll die Mannschaft nun mindestens bis zum Ende der Saison zusammenbleiben.
"Wir sind uns intern einig: Wir werden im Winter keinen Spieler verkaufen", sagt Sportvorstand Franz Wunderlich im "RevierSport" und betont: "Die Jungs, die bei uns sind, haben alle mindestens bis zum Sommer 2027 Vertrag und deshalb sind wir da auch entspannt. Wir werden die Saison mit dieser Mannschaft zu Ende spielen und mal schauen, was noch geht." Klar ist aber auch: Ein unmoralisches Angebot werden die Höhenberger kaum ausschlagen können – allein schon deswegen, weil einige Akteure am Ende der Saison ablösefrei gehen können.
Wunderlich will von Aufstieg noch nichts wissen
Sollte tatsächlich der Aufstieg in die 2. Liga gelingen, hätte Viktoria Köln natürlich eine ganz andere Verhandlungsgrundlage. Doch davon will Wunderlich noch nichts wissen: "Es klingt langweilig, aber wir schauen nur auf das nächste Spiel. Bei der Drei-Punkte-Regel kann es schnell nach oben, aber auch wieder nach unten gehen." Erst im Frühjahr soll eine Zwischenbilanz gezogen werden. Großen Anteil am aktuellen Erfolg schreibt Wunderlich indes nicht nur Trainer Marian Wilhelm zu, sondern auch Kaderplaner Valentin Schäfer: "Er hat immer wieder ein gutes Näschen für Spieler. Er und Marian Wilhelm kennen sich aus dem NLZ – sie verstehen sich blind."
Als Pluspunkt sieht der Ex-Profi zudem die kurzen Wege bei der Viktoria: "Wir haben (…) schnelle Entscheidungen (…). Das alles trägt auch seine Früchte. Das ist bei großen Vereinen wie Rot-Weiss Essen oder MSV Duisburg anders. Da reden mehr Leute und mehr Gremien mit. Das ist nicht immer ein Vorteil." Auf der anderen Seite haben RWE und der MSV auch andere finanzielle Möglichkeiten. "Sie wollen alle nach oben. Wir müssen nichts, können nur überraschen", setzt Wunderlich auf eine Außenseiterrolle. Doch je länger die Viktoria oben mitmischt, desto größer wird auch die Wahrnehmung des Klubs von Schäl Sick werden.