"Kann es selber nicht glauben": Wie geht es für Ende bei F95 weiter?

Fortuna Düsseldorf belohnt sich nicht: Im Heimspiel gegen den 1. FC Saarbrücken betrieben die Rheinländer einen wahren Chancenwucher, verloren aber mit 1:3 – und gehen so mit nur vier Punkten aus der Englischen Woche. Einmal mehr stellt sich daher die Frage nach der Zukunft von Trainer Alexander Ende. Dieser zeigte sich nach der bitteren Pleite ratlos.

"Ich habe heute echt Probleme"

Die Düsseldorfer haben gebellt, aber zugebissen hat die Fortuna nicht. Jordi Paulina, der in die Startelf gerückt war, brachte die Rheinländer zwar nach zehn Spielminuten in Führung, doch der 1. FC Saarbrücken hatte die prompte Antwort parat. Anschließend schoss F95 insgesamt 20 Mal auf den gegnerischen Kasten, aber die Kugel ging nicht über die Linie. Anders beim FCS, der aus sechs Torschüssen gleich drei Treffer erzielte.

"Ich habe heute echt Probleme, das zu beschreiben, weil ich das selber noch nicht glauben kann, dieses Spiel verloren zu haben", suchte F95-Coach Alexander Ende bei "MagentaSport" nach Worten für die Niederlage, die ihm so unnötig erschien. Der Gegner zeigte sich effektiv, die Fortuna keineswegs. Das war es, was der Cheftrainer am Ende festhalten musste. "Es hat immer ein Stückchen gefehlt. Es waren ja nicht nur diese Endchancen, sondern auch, wie oft der Ball im Strafraum lag. Da müssen wir mit voller Überzeugung durchlaufen und nicht noch einmal aufziehen", ärgerte sich Ende.

"Da war so viel dabei, wo ich mir gewünscht hätte, dass wir mit voller Energie in den Ball gehen, weil dann geht der auch rein. Andauernd ist die Kugel rumgeflippert, andauernd war sie in den gefährlichen Zonen, andauernd brechen wir auf den Flügeln durch, andauernd haben wir Boxeintritte." So sehr sich der Fußballlehrer in Rage redete, so wenig Ertrag sprang für die Mannschaft bei der Vielzahl an Möglichkeiten heraus.

Arabi lässt Ende-Zukunft offen

Die Spieler stellten sich nach Abpfiff der Fankurve, die Zuschauer sprachen der Fortuna ihren Rückhalt aus. Doch für Alexander Ende geht das Zittern wieder los. Vier Punkte aus der Englischen Woche? Die Partien gegen Münster (2:1) und Saarbrücken (1:3) waren nach dem 2:2-Unentschieden gegen Verl angeblich als Schicksalsspiele für den Cheftrainer deklariert worden. "Ich bin weit weg davon, Niederlagen schönzureden, aber wie wir heute das Spiel gestaltet haben… das muss einfach zum Sieg reichen", betonte Ende kämpferisch, dass es nicht an der Leistung der Mannschaft lag. Gegen den Trainer scheinen die Düsseldorfer nicht zu spielen. Und der F95-Coach war sich sicher: "Wir haben es in der Vergangenheit immer geschafft, den Weg trotz Enttäuschung wiederzufinden."

Düsseldorf steht nun vorerst im Niemandsland der Tabelle. Vier Punkte trennen die Fortuna von der Abstiegszone, vier Punkte beträgt aber auch die Distanz zum Relegationsplatz. Abhängig davon, wie das Spitzenspiel zwischen Duisburg und Viktoria Köln ausgeht, könnten die direkten Aufstiegsplätze schon in weite Ferne rücken. Angesichts der großen Ambitionen der Düsseldorfer ein Dämpfer, wenngleich deutlich wird: Die neu formierte Mannschaft braucht Zeit. "Ein, zwei Tage kann man sich jetzt darüber ärgern, aber dann müssen wir weitermachen", so der angefasste Cheftrainer. "Wir müssen uns einfach belohnen. Das steht über allem."

Doch ob Ende am nächsten Samstag beim Spiel in Rostock noch auf der Bank sitzen wird? Auf die Zukunft des 47-Jährigen angesprochen, sagte Sportvorstand Samir Arabi gegenüber der "Rheinischen Post": "Wir machen es wie immer: Wir diskutieren nach den Spielen. Es ist klar zu sehen, dass die Jungs es versuchen – und alles raushauen. Die Mannschaft gibt Gas. Trotzdem sind wir als Gruppe noch nicht da, wo wir gerne wären. Zu der Situation lässt sich aber sagen, dass wir immer diskutieren, um Lösungsansätze zu finden, die uns besser machen. Wir müssen das Gefühl haben, dass es diese Ansätze gibt – denn letztlich geht es immer um den Klub."

   

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