Waldhof: Thalhammer nach roter Karte für zwei Spiele gesperrt

Nachdem Waldhof-Verteidiger Maximilian Thalhammer am Mittwoch bei der Partie gegen den FC Ingolstadt (0:3) die rote Karte gesehen hatte, ist er vom DFB-Sportgericht nun für zwei Spiele gesperrt worden.

Rot laut Rafati eine Fehlentscheidung

Thalhammer war nach 14 Minuten bei einem Zweikampf mit Ingolstadts Benjamin Kanuric weggerutscht, hatte seinen Gegenspieler dann aber mit gestreckten Beinen und offener Sohle unglücklich am Schienbein getroffen, was Schiedsrichter Timon Schulz dazu veranlasste, die rote Karte zu zeigen. Aus Sicht von liga3-online.de-Experte Babak Rafati war das jedoch eine Fehlentscheidung.

"Um in dieser Szene eine rote Karte zu zeigen, müssten mindestens zwei von drei Kriterien (Trefferbild, hohe Intensität und die Chance, den Ball spielen zu können) vorliegen. Dadurch, dass Thalhammer auf dem Boden sitzt, kommt erst gar kein Druck hinter den Einsatz, sodass die Intensität nicht rotwürdig ist. Das Trefferbild ist auch nicht rotwürdig. Die Chance, den Ball zu spielen, ist auch nicht gegeben, sodass noch nicht einmal ein Kriterium für eine rote Karte vorliegt", so Rafati. Stattdessen hätte es wegen des rücksichtslosen Einsatzes lediglich die gelbe Karte geben dürfen.

Nur die Mindestsperre

Das DFB-Sportgericht vertritt jedoch eine andere Auffassung und sperrte Thalhammer daher für zwei Spiele. Damit verpasst der 29-Jährige, der sich unmittelbar nach der Partie sehr reflektiert gezeigt hatte, nicht nur das Auswärtsspiel in Würzburg am kommenden Samstag, sondern auch das Heimspiel gegen Hoffenheim II am 25. Oktober. In der laufenden Serie stand der Defensivspieler bislang neunmal auf dem Platz und gehörte in sechs Partien zur Startelf.

   

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