Beierlorzer feiert ersten Sieg: "Team gefragt, was wir tun müssen"

Das zweite Spiel mit Achim Beierlorzer an der Seitenlinie führte beim FC Ingolstadt am Mittwochabend zum ersten Sieg unter dem neuen Cheftrainer. Ein früher Platzverweis gegen Waldhof Mannheim spielte den Schanzern in die Karten.

"Trotzdem schaut es von Außen so aus"

Zu Beginn der Englischen Woche musste sich Achim Beierlorzer als neuer FCI-Coach bei seinem Debüt noch geschlagen geben. Jetzt folgte ein 3:0-Sieg beim SV Waldhof Mannheim. "Ich denke, dass wir ein sehr intensives Spiel erlebt haben, auf das wir auch insofern vorbereitet waren, dass es ein ganz, ganz schwieriges Spiel wird", gab der 58-Jährige in der Pressekonferenz nach Spielschluss an. Wohlwissend, dass ein früher Platzverweis seiner Mannschaft geholfen hat. "Im Fußball ist es immer wieder mal so, dass einzelne Momente ein Spiel komplett verändern in seiner Struktur. Diese Rote Karte in der zehnten Spielminute war so ein Moment", so Beierlorzer fairerweise.

Kapital schlug der FCI aber erst in der zweiten Hälfte aus der Überzahl. Lars Lokotsch erzielte die Führung (59.), Max Plath baute sie aus (64.), der Schlusspunkt kam von Obed Chidindu Ugondu (88.). Dass der Platzverweis von Maximilian Thalhammer den Spielverlauf für die Schanzer derart begünstigte, tat dem FCI-Coach beinahe leid. "Ich kenne den Max sehr gut, weil ich ihn in Regensburg selbst zwei Jahre lang trainiert habe. Das war keine Absicht, aber trotzdem schaut es von Außen so aus, dass er da mit zwei gestreckten Beinen reingeht. Der Schiedrichter hat es so entschieden, was ich gar nicht weiter kommentieren will", führte Beierlorzer aus. Ingolstadt nutzte die Situation jedenfalls für einen Befreiungsschlag.

"Es geht noch besser"

Ein Umstand, bei dem Beierlorzer letztendlich die Lorbeeren an seine Spieler weitergab. "Das war eigentlich eine recht witzige Situation, weil ich die Mannschaft in der Pause gefragt habe, was ihrer Meinung gefragt habe, was wir tun müssen", berichtete der 58-Jährige aus der Kabine. Beim Stand von 0:0 und einer 30-minütigen Überzahl waren die Schanzer gefordert. Und Beierlorzer erhielt die passende Rückmeldung: "Es kam sofort, dass wir schnell spielen müssen und über die Flügel kommen sollen, um den Strafraum mit Hereingaben zu füllen." So geschah es auch beim ersten Treffer, der den Weg für den Ingolstädter Erfolg bereitete.

Innerhalb kürzester Zeit nahm der neue Cheftrainer einen Fortschritt war. "Ich habe die Mannschaft bekräftigt, dass sie weiter Fußball spielen soll. Mit viel mehr Selbstbewusstsein, denn wir haben einfach viele, viele Fehler gemacht. Wir mussten uns natürlich auch besser bewegen", fand der Fußballlehrer. "Es geht noch besser, dass wir einfach klarere Entscheidungen treffen und dann nicht irgendwelche langen Diagonalbälle spielen, die selbst in Unterzahl einfach zu verteidigen sind." Diesen Fortschritt wird Beierlorzer weiter vorantreiben, denn schon am Samstag (14 Uhr) geht es mit der nächsten Herausforderung weiter: Ein Heimspiel gegen Rot-Weiss Essen. Ein Erfolg im Spiel gegen den Drittplatzierten wäre wohl ein deutliches Zeichen, dass die Trendwende beim FCI geschafft ist.

   

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