Giannikis vor MSV-Kracher: "Man sieht, was Kontinuität ausmacht"

Der 1. FC Saarbrücken kam torlos aus der Länderspielpause. Beim 0:0 gegen Fortuna Köln war Cheftrainer Argirios Giannikis dementsprechend nicht komplett zufrieden, obwohl der Entwicklungsprozess im Saarland weiterhin positiv bewertet wird. Mit dem MSV Duisburg kommt am Dienstagabend (19 Uhr) die womöglich größte Herausforderung in den Ludwigspark.

"Mannschaft ist nach wie vor im Umbruch"

Der Tabellenführer reist in der Englischen Woche nach Saarbrücken. Ohne Abdenego Nankishi (Syndesmosebandriss) und Patrick Sontheimer (Erkältung) wird der FCS dem Spitzenreiter die Stirn bieten wollen. "Man sieht, was Kontinuität ausmacht. Duisburg ist seit über zwei Jahren in dieser Konstellation zusammen, und hatte auch schon vier, fünf Transferperioden erlebt. Sie sind konstant in ihrer Spielweise", ordnete Cheftrainer Argirios Giannikis vor dem Aufeinandertreffen ein. Ein Vorteil für den FCS? Der MSV muss auswärts ran. "Sie sind gut gestartet, aber haben schon ein Auswärtsspiel verloren. Letzte Saison waren es acht Stück. Dementsprechend werden wir versuchen, als neu formierte Mannschaft hier zu Hause mit unseren Fans Paroli zu bieten, um das Spiel zu gewinnen."

Es ist das wohl beliebteste Stichwort des 46-Jährigen in diesen Tagen – die Entwicklung, die beim FCS in Folge des Kaderumbruchs voranschreitet. Auf Platz 5 stehend kam Saarbrücken zweifelsohne gut aus den Startlöchern, sodass das torlose Remis gegen Fortuna Köln in manchen Fankreisen schon wieder eher einem Stillstand statt Fortschritt gleicht. Nicht so aber für Giannikis. "Die Mannschaft ist nach wie vor im Umbruch", betonte der FCS-Coach gebetsmühlenartig. "Sie muss diese Erfahrungswerte sammeln. Wir spielen nicht oft gegen eine Raute, da sind die Laufpasswege anders zu bespielen. Das haben wir phasenweise gut gemacht, aber je länger das Spiel ging, umso weniger. Das hat mit Positionierung und Sauberkeit, aber auch mit dem Platz zu tun." Alles Faktoren, so Giannikis, die ein neu zusammengestelltes Team naturgemäß vor Herausforderungen stellt.

"Da sind wir jetzt einfach stabiler"

"Und trotzdem", bekräftigte der Trainer, "haben wir da einen Punkt geholt. Wir haben Unentschieden gespielt, wo andere Mannschaften verlieren können." Auch der FCS hätte womöglich im letzten Jahr eine Partie wie in Köln noch komplett aus der Hand gegeben, während jetzt zumindest der Punktgewinn auf der Habenseite verbucht werden konnte. "Da sind wir jetzt einfach stabiler in der Restverteidigung und das können wir aus der Partie herausziehen. Andererseits haben wir auch gar nicht viel Zeit, um über das Spiel gegen Fortuna Köln lange nachzudenken." Denn bekanntlich geht es am Dienstagabend im eigenen Wohnzimmer schon weiter.

Das letzte Spiel gerne gewonnen zu haben, werde nichts daran ändern, auch die nächste Partie gewinnen zu wollen. "Wir schauen nach wie vor von Spiel zu Spiel und von Aufgabe zu Aufgabe. Deswegen ist die nächste Aufgabe immer die schwierigste Aufgabe", legte sich Giannikis fest. "Fortuna Köln kann für den ein oder anderen ein kleinerer Name gewesen sein. Intern sehen wir das nicht so. Für uns heißt das, jede Aufgabe maximal anzugehen und jede Aufgabe gesondert zu betrachen. Diese Vorzeichen haben dazu geführt, dass es kein einfaches Spiel war und darin fühlen wir uns auch bestätigt." Trotz 0:0 habe der FCS viele Dinge daher auch gut gemacht, was es nun gegen Duisburg mindestens zu wiederholen gilt.

   

Das könnte Sie auch interessieren

Auch interessant

Back to top button