Ende trifft auf Ex-Klub: "Vor Verl muss man nicht mehr warnen"

Fortuna Düsseldorf startete schlecht in die Saison, tankte dann Selbstvertrauen, und musste sich dennoch vor der Länderspielpause mit einer weiteren Niederlage abfinden. Ein Umstand, der Cheftrainer Alexander Ende nach wie vor ärgert. Am Sonntag (19:30 Uhr) kommt es zum Wiedersehen mit Ex-Klub SC Verl.

"Die Niederlage war unnötig"

Zwei Jahre lang coachte Alexander Ende an der Seitenlinie des Sportclubs aus Verl. Mit seiner Arbeit bei den Ostwestfalen etablierte sich der 47-Jährige im Profigeschäft und empfahl sich für die 2. Bundesliga, wenngleich die Engagements in Münster und Düsseldorf innerhalb einer Saison mit dem doppelten Abstieg endeten. Im Rheinland forciert Ende nun den Neuaufbau, bei dem – nach einem holprigen Start – zehn Punkte aus vier Spielen heraussprangen. Doch in der Partie vor der Länderspielpause gab es den erneuten Rückschlag in Form einer 0:1-Niederlage gegen Alemannia Aachen.

"Das Spiel in Aachen hat uns geärgert, denn die Niederlage war unnötig", blickte Ende auch nach drei Wochen noch missgestimmt zurück. Schnell wurde deutlich, dass die XXL-Pause auch zur XXL-Aufarbeitung genutzt wurde. "Natürlich nimmt man aus jedem Spiel seine Lehren mit. Wir haben in dem Spiel zu viele Momente liegen lassen und einfache Räume nicht erkannt", führte der F95-Coach diesbezüglich aus. "Wenn du das in der Analyse wahrnimmst, ist das natürlich die Aufgabe, das an die Mannschaft zu transportieren. Wir wollen in den entscheidenden Momenten den Blick in die richtige Richtung lenken. Das war sicherlich ein Kernthema zuletzt."

"Weiß schon, wie Verl auftreten möchte"

Das nächste Thema ist die Personalsituation. Felix Meiser, Milan Czako (jeweils Meniskusverletzung), Dominique Heintz (Oberschenkelverletzung), Lukas Eixler (Sehnenreizung) und Kaden Amaniampong fallen verletzungsbedingt aus. Zudem wird Elias Egouli fehlen, der für die gelb-rote Karte im vergangenen Spiel scharf von Ende kritisiert worden war. Zurückkehren wird wiederum Jordi Paulina, der vier Scorerpunkte in drei Länderspielen für Curaçao sammelte – obwohl lange gar nicht klar war, ob der Offensivspieler aufgrund von Oberschenkelproblemen einsatzfähig war.

Wen Ende gegen Verl auf den Platz schicken wird, blieb noch offen. Dass der Sportclub mittlerweile kein Underdog mehr sei, war hingegen für den Ex-Coach offensichtlich. "Vor dem SC Verl muss man glaube ich nicht mehr warnen. Die letzten Jahre sprechen für sich", verwies Ende auf die erfolgreichen Spielzeiten der Ostwestfalen, die er selbst eine Zeit lang begleitete. Ein Punkt, der nun für die Fortuna zum Vorteil wird? "Ich weiß schon, wie Verl auftreten möchte und wie die Haltung in diesem Verein ist. Deswegen habe ich versucht den Jungs mitzugeben, was uns erwartet, welche Chancen und Risiken es in diesem Spiel gibt. Aber wichtig ist auch, dass wir uns auf unsere Stärken fokussieren", kündigte Ende an.

   

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