Trotz Abstieg: Fortuna Düsseldorf verbucht sechsstelligen Gewinn

Trotz des Abstiegs in die 3. Liga hat Fortuna Düsseldorf das Geschäftsjahr 2025/26 mit schwarzen Zahlen abgeschlossen. Wie die Rheinländer am Mittwoch bekanntgaben, steht unter dem Strich ein Jahresüberschuss von rund 200.000 Euro. Damit erzielt der Verein bereits zum dritten Mal in Folge ein positives Jahresergebnis.

Transfererlöse als wichtiger Faktor

Zugleich verbesserte die Fortuna ihre Bilanzkennzahlen weiter. Das Eigenkapital stieg von 3,5 auf 3,7 Millionen Euro, während die Kreditverbindlichkeiten von 5,7 auf 3,2 Millionen Euro reduziert werden konnten. Finanzvorstand Michael Staade sieht den Klub daher wirtschaftlich auf einem stabilen Fundament. "Der dritte positive Jahresabschluss in Folge, das gestärkte Eigenkapital und die deutlich reduzierten Kreditverbindlichkeiten zeigen, dass Fortuna wirtschaftlich auf einem verlässlichen Fundament steht, erklärt der 49-Jährige in einer Vereinsmitteilung.

Eine entscheidende Rolle spielten erneut Einnahmen auf dem Transfermarkt. Mit 13,3 Millionen Euro erzielte Fortuna bereits im dritten Jahr hintereinander erhebliche Erlöse durch Spielerverkäufe. Darüber hinaus konnten die Vermarktungserlöse gegenüber dem Vorjahr nochmals um rund 1,5 Millionen Euro gesteigert werden. Insbesondere Sponsoring und Hospitality hätten zu dieser Entwicklung beigetragen. Zudem sammelte der Verein über Partner Spenden im hohen sechsstelligen Bereich ein.

Auch im Ticketing verzeichnete Fortuna ein Plus. Trotz eines weiteren Spiels mit freiem Eintritt stiegen die Einnahmen erneut an. Am Ende stand trotz der Freispiele ein Millionenplus. Positiv wirkten sich nach Vereinsangaben unter anderem das DFB-Pokal-Heimspiel, die verbesserte Ausgangslage in der TV-Tabelle sowie das Erreichen der zweiten Pokalrunde aus.

Abstieg hinterlässt wirtschaftliche Spuren

Im Jahresabschluss spiegeln sich allerdings bereits die Folgen des Abstiegs wider. So investierte Fortuna im Sommer und Winter Millionenbeträge in den Kader, wodurch die plan- und außerplanmäßigen Abschreibungen auf Spielerwerte im Vergleich zum Vorjahr um rund acht Millionen Euro zunahmen. Auch der Personalaufwand stieg um etwa fünf Millionen Euro. Gründe dafür seien unter anderem Veränderungen auf Vorstands- und Trainerpositionen sowie Kosten im Zusammenhang mit Restrukturierungsmaßnahmen gewesen.

Darüber hinaus investierte der Klub weiterhin in Infrastruktur, Geschäftsstelle, Nachwuchsleistungszentrum, Mädchen- und Frauenfußball sowie die Digitalisierung. Gleichzeitig sorgten steigende Ausgaben für Sicherheit, Energie und den Mindestlohn für zusätzliche Belastungen. Mit Blick auf die laufende Saison erwartet Fortuna deutlich schwierigere Rahmenbedingungen. Der Verein verweist insbesondere auf die wesentlich geringeren TV-Erlöse in der 3. Liga. Kassierte F95 in der Vorsaison noch 16 Millionen Euro, sind es jetzt lediglich 1,3 Millionen Euro. Zudem seien Transfererlöse in der Größenordnung der vergangenen Jahre künftig nicht fest einzuplanen.

Staade betont daher, dass der Abstieg den Verein vor große Herausforderungen stelle. "Deshalb war es wichtig, frühzeitig und konsequent auf die veränderten Rahmenbedingungen zu reagieren." Durch die Zusammenarbeit mit langfristigen Partnern, eine "deutliche und schmerzhafte Anpassung der Kostenstruktur" sowie laufende Optimierungsmaßnahmen habe die Fortuna jedoch die Voraussetzungen geschaffen, um auch in der 3. Liga handlungsfähig zu bleiben und weiterhin ein wettbewerbsfähiges Kaderbudget stellen zu können.

   

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