Fortuna Düsseldorf: Freispiele brachten Millionenplus
Das Projekt "Fortuna für alle" hat Fortuna Düsseldorf nach Angaben des Vereins erhebliche Mehreinnahmen beschert. Wie Vorstandsvorsitzender Alexander Jobst laut der "Bild" in einem Newsletter an die mehr als 36.000 Mitglieder erklärte, habe das Konzept trotz kostenloser Tickets einen Millionenüberschuss erwirtschaftet.
Mehrwert von 13 Millionen Euro
Demnach verursachten die zwölf Freispiele seit Einführung des Projekts Einnahmeausfälle von rund sieben Millionen Euro durch entgangene Ticketerlöse. Gleichzeitig seien durch die im Zusammenhang mit "Fortuna für alle" abgeschlossenen Sponsorenverträge zusätzliche Einnahmen von rund 20 Millionen Euro erzielt worden. Unter dem Strich habe das Projekt damit einen finanziellen Mehrwert von etwa 13 Millionen Euro geschaffen.
Auch die Sponsoringerlöse insgesamt entwickelten sich deutlich nach oben. Während Fortuna vor dem Start des Projekts nach Angaben der "Bild"-Zeitung jährlich rund elf Millionen Euro aus Sponsoring generierte, lagen die Einnahmen zuletzt bei über 20 Millionen Euro. Darüber hinaus verzeichnete der Klub ein deutliches Mitgliederwachstum. Seit Einführung von "Fortuna für alle" ist die Zahl der Mitglieder um mehr als 30 Prozent auf inzwischen über 36.000 gestiegen.
Saisonüberschuss von 200.000 Euro
Die zusätzlichen Einnahmen trugen auch dazu bei, dass Fortuna das Geschäftsjahr 2025/26 trotz des Abstiegs in die 3. Liga mit einem positiven Ergebnis abschließen konnte. Nach Vereinsangaben stand am Ende ein Überschuss von rund 200.000 Euro. In dieser Saison wird allerdings keine Freispiele geben.
Un wie nachhaltig das Modell ist, dürfte künftig auch vom sportlichen Erfolg abhängen. Die Unterstützung der Projektpartner gilt zwar zunächst weiter, die ursprüngliche Ausrichtung von "Fortuna für alle" war jedoch auf eine Perspektive in der Bundesliga ausgelegt. Die meisten Verträge laufen bis 2028. Sollte der direkte Wiederaufstieg ausbleiben, könnten sich die Rahmenbedingungen für das Projekt langfristig verändern.