Für 30 Millionen Euro: Stadion des MSV Duisburg erhält neues Dach
Auf den MSV Duisburg und die Besucher der Schauinsland-Reisen-Arena kommen in den kommenden Jahren erhebliche Einschränkungen zu. Im Zuge der geplanten Dachsanierung sollen nach "WAZ"-Angaben ab Herbst 2027 nach und nach mehrere Tribünenbereiche gesperrt werden – zeitweise auch die Fankurve der Zebras. Allein die Erneuerung des Dachs wird mit rund 30 Millionen Euro veranschlagt.
Fankurve muss zeitweise weichen
Vorausgesetzt, der Rat der Stadt Duisburg stimmt am 28. September zu, soll die Baumaßnahme nach Angaben der Duisburger Stadionmanagement GmbH (DSM) im Herbst 2027 beginnen. Die Arbeiten sind in vier Bauabschnitte unterteilt und sollen bei laufendem Betrieb erfolgen. Den Anfang macht aus Sicherheitsgründen der Gästebereich, der vorübergehend in den Oberrang der Süd-West-Tribüne verlegt werden soll. Anschließend folgen weitere Stadionbereiche. Im zweiten Bauabschnitt werden erste Bereiche der MSV-Fankurve betroffen sein, ehe im dritten Abschnitt die komplette Kurve vorübergehend geschlossen werden muss.
MSV-Sprecher Martin Haltermann bestätigte gegenüber der Zeitung, dass bereits Gespräche mit Fangruppen stattgefunden haben. Als Ausweichmöglichkeit ist die Osttribüne vorgesehen. Für Dauerkarteninhaber soll es feste Ersatzplätze geben, die konkrete Umsetzung werde jedoch noch abgestimmt. Trotz der Arbeiten sollen laut DSM jederzeit mindestens 20.000 Zuschauer Zugang zur Arena haben. Für jeden Bauabschnitt sind derzeit sieben bis acht Monate eingeplant. "Wir hoffen, dass es schneller geht und das neue Stadiondach im Idealfall schon Ende 2029 fertig ist", sagt DSM-Geschäftsführer Christopher Mainka.
Gesamtpaket umfasst weitere Modernisierungen
Die Dachsanierung selbst wird auf rund 30 Millionen Euro geschätzt. Zusammen mit weiteren Maßnahmen beläuft sich das Investitionsvolumen auf knapp 35,7 Millionen Euro netto. Neben der Erneuerung der Dachkonstruktion sollen auch technische Anlagen modernisiert sowie Sanierungsarbeiten in verschiedenen Stadionbereichen durchgeführt werden. Darüber hinaus ist eine Photovoltaikanlage auf dem Dach geplant. Der erzeugte Strom soll überwiegend für den Eigenbedarf der Arena genutzt werden.
Hintergrund der Sanierung sind Schäden an der inzwischen mehr als 20 Jahre alten Dachkonstruktion. Untersuchungen hatten in den vergangenen Jahren einen erheblichen Sanierungsbedarf ergeben. Finanziert werden soll das Projekt über Mittel aus dem Sondervermögen des Bundes. Neben dem neuen Dach sind weitere Modernisierungen vorgesehen, darunter eine elektronische Zutrittskontrolle. Diese soll künftig die Anforderungen des DFB erfüllen, nachdem Männer-Länderspiele in der Arena laut DSM bereits heute nicht mehr ausgetragen werden können.