Neben Hansa: Wohl auch Wiesbaden an Fiedler dran

Nach dem Aus von Daniel Scherning sucht der SV Wehen Wiesbaden einen neuen Trainer – und soll wie der F.C. Hansa Rostock an Markus Fiedler dran sein, wie die "Bild" berichtet. Demnach soll der 40-Jährige angeblich der Wunschkandidat der Hessen sein.

Wiedersehen mit Keller?

Zuletzt stand Fiedler beim 1. FC Magdeburg unter Vertrag, musste diesen zu Beginn der vergangenen Saison nach sieben Niederlagen in den ersten acht Partien aber wieder verlassen. Begonnen hatte der 40-Jährige seine Trainerlaufbahn bei der SGV Heilbronn-Freiberg, wo er für die U17 und U19 tätig war. Nach einer Zwischenstation bei der TSG Hoffenheim zog es Fiedler 2015 zum VfB Stuttgart. Bei den Schwaben trainierte er mehrere Nachwuchsteams, übernahm 2023 die U21 und führte diese in die 3. Liga. Zum Abschluss der Saison 2024/25 stand Tabellenplatz 15 zu Buche. Aus seiner Zeit beim VfB kennt Fiedler auch noch Tobias Keller, der in Wiesbaden nun als Geschäftsführer fungiert.

Ob der Nachfolger von Daniel Scherning schon beim Heimspiel gegen den MSV Duisburg am Sonntagabend auf der Bank sitzen wird, ließ Sportchef Uwe Stöver am Mittwochabend am Rande des Auswärtsspiels bei Fortuna Köln offen: "Ich kann Ihnen im Moment kein Zeitfenster sagen. Ich kann Ihnen nur mitgeben, dass wir mit Hochdruck dran arbeiten, dass wir unsere Arbeit entsprechend erledigen, die Themen abarbeiten und schnellstmöglich versuchen werden, einen Nachfolger zu finden und ihm die Möglichkeit zu geben, dann auch in der etwas längeren Länderspielpause in Vorbereitung auf das nächste Meisterschaftsspiel mehr Zeit zu haben", sagte Stöver bei "MagentaSport".

SVWW will untere Tabellenregionen verlassen

Mit Blick auf das gesuchte Profil betonte er, dass der neue Coach aus dem bestehenden Kader und dem vorhandenen Umfeld "das Bestmögliche" herausholen soll. Inhaltlich wünsche sich der SVWW grundsätzlich eine Mischung aus Ballbesitzfußball und schnellem, vertikalem Spiel in die Tiefe, dazu ein aktives Flügelspiel und einen attraktiven Auftritt nach außen. Aktuell gehe es laut Stöver jedoch um andere Prioritäten. "Ich glaube, wir haben im Moment einen ganz anderen Auftrag", sagte der 58-Jährige und verwies darauf, zunächst die unteren Tabellenregionen verlassen zu müssen.

Dafür brauche es vor allem mehr defensive Stabilität und größere Torgefahr. Das Torverhältnis (-5) sei ein deutlicher Hinweis auf die bestehenden Probleme. Gelinge es, diese Themen in den Griff zu bekommen und das Potenzial des Kaders auszuschöpfen, sei er überzeugt, "dass wir eine andere Rolle spielen können, als wir im Moment spielen". Die aktuelle Situation entspreche weder den eigenen Zielsetzungen noch der Einschätzung, was die Mannschaft eigentlich leisten könne. Zumindest gelang in Köln unter Interimscoach Frank Steinmetz nun der erste Sieg.

   

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