Topspiel zwischen Münster und Saarbrücken: Was für wen spricht

Am Mittwoch kommt es zum Topspiel zwischen dem SC Preußen Münster (3.) und dem 1. FC Saarbrücken (4.). Im Vorfeld analysiert liga3-online.de, was für wen spricht.

Rückenwind: Während der 1. FC Saarbrücken am Wochenende mit 0:1 gegen den FC Ingolstadt unterlag, setzte sich der SC Preußen Münster beim VfB Stuttgart II nach Rückstand mit 2:1 durch, feierte damit den zweiten Sieg in Folge und geht daher mit Rückenwind in das Duell am Mittwochabend. Ohnehin mussten sich die Adlerträger in dieser Saison erst einmal geschlagen geben (1:4 bei Viktoria Köln), während beim FCS bereits zwei Niederlagen zu Buche stehen.

Bilanz: Achtmal standen sich beide Klubs bislang in der 3. Liga gegenüber, nie gingen die Preußen dabei als Verlierer vom Platz. Drei Partien, darunter das letzte Aufeinandertreffen im Mai 2024, konnte Münster gewinnen, fünf Spiele endeten Unentschieden. Auch wettbewerbsübergreifend ist die Bilanz mit 9:8 Siegen positiv. Die letzte Niederlage liegt bereits 17 Jahre zurück. Seitdem blieben die Adlerträger neunmal in Folge ungeschlagen.

Fan-Unterstützung: Trotz der unbeliebten Anstoßzeit am Mittwochabend um 19 Uhr wird das Preußenstadion mit rund 12.000 Zuschauern wieder bestens gefüllt sein – nicht zuletzt dank der Fans in der Fiffi-Gerritzen-Kurve. Durch die zu dieser Saison neu eröffnete Tribüne ist es bei den Heimspielen der Adlerträger nochmal deutlich lauter als vorher, was gerade in engen Spielen nochmal ein paar zusätzliche Prozentpunkte herauskitzeln kann.

 

Stark in der Fremde: Zwei Spiele, zwei Siege: In der Fremde präsentierte sich der 1. FC Saarbrücken bislang stark – und holte damit schon genauso viele Auswärtssiege wie in der kompletten Vorsaison. Entsprechend handelt es sich bei der Auswärtsstärke noch um ein zartes Pflänzchen, wenngleich die Blau-Schwarzen beim letzten Auswärtsspiel in Meppen mit einem 6:1-Erfolg ein Ausrufezeichen setzen konnte. Zuvor gab es einen Last-Minute-Sieg in Regensburg.

Offensive: Mit 14 Toren stellt der 1. FC Saarbrücken die beste Offensive der Liga – noch vor Tabellenführer MSV Duisburg (10). Großen Anteil daran hat Florian Pick, der zweimal selbst traf und schon sechs Treffer vorbereitete. Damit ist der 31-Jährige der Topscorer der 3. Liga. Auch Kai Brünker (drei Tore, zwei Vorlagen) steht schon bei fünf Scorerpunkten, zudem erzielte selbst Innenverteidiger Siemen Voet schon drei Tore – und ist damit der torgefährlichste Abwehrspieler der 3. Liga.

Last-Minute-Tore: Der FCS verfügt nicht nur über die beste Offensive, sondern auch über die Qualität, ganz spät noch zuschlagen zu können. Schon viermal trafen die Saarländer in der Nachspielzeit, sicherten sich dadurch den späten Sieg in Regensburg und erzwangen im DFB-Pokal gegen Zweitliga-Tabellenführer Hertha BSC die Verlängerung. Auch gegen Essen und Meppen netzte der FCS noch nach der 90. Minute ein.

   

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