"Keine Scheu zeigen": Nächstes Spektakel für die Viktoria?

Zum Auftakt bekam Viktoria Köln die Hütte voll, danach schmiss die Mannschaft von Marian Wilhelm selbst den Offensivmotor an. Doch gegen Essen (0:1) stotterte das Getriebe. Am Freitagabend (19 Uhr) wird der F.C. Hansa Rostock zu Gast am Höhenberg sein.

"Torgefahr im Kopf behalten"

2:5, 3:1 und 4:1 – die Spiele mit Beteiligung von Viktoria Köln versprachen in den ersten Wochen der neuen Saison enormes Spektakel. Dagegen fiel die 0:1-Niederlage gegen Rot-Weiss Essen fast schon ab. "Das war nicht einfach zu verarbeiten", gestand auch Cheftrainer Marian Wilhelm ein, dass die Partie nicht in den bisherigen Stil der Viktoria gepasst hatte. Und der Kölner Coach ging noch ins Detail: "Man hatte immer wieder das Gefühl, dass der Drive nach vorne nicht geht und dann ist es bei eigenem Ballbesitz nicht die richtige Dominanz, die da entsteht."

Im Sportpark Höhenberg möchte die Viktoria jetzt nicht nur Ballbesitz, sondern auch wieder mehr Torgefahr ausstrahlen. "Bei allem Ballbesitz, den wir generieren können, müssen wir auch immer die Torgefahr im Kopf behalten. Das ist das, was wir aus dem letzten Spiel herausziehen und ich hoffe, dass wir das jetzt auch wieder zeigen", so Wilhelm. Bei gleichzeitiger defensiver Stabilität natürlich, zu der auch Kapitän Christoph Greger womöglich wieder verhelfen kann – zumindest in Kürze. Denn der 29-jährige Innenverteidiger trainiert wieder weitestgehend mit der Mannschaft, aber für einen Einsatz kommt die Partie gegen Rostock noch zu früh.

"Müssen unfassbar wach sein"

In der Abwehrzentrale wird Tim Kloss wieder umso mehr gefordert sein. "Rostock ist, wie letztes Jahr, körperlich unfassbar stark. Sie legen sehr viel Intensität an den Tag und haben gezeigt, dass sie bei Standars brutal gefährlich sind", ordnete der 22-Jährige, der mit den Leistungen seiner letzten Saison auch Interesse auf dem Transfermarkt geweckt hatte, die kommende Partie ein.

"Wir müssen unfassbar wach sein und sie gut wegverteidigen. Es wird darauf ankommen, dass wir ihnen auch unser Spiel aufzwingen und keine Scheu zeigen." So, wie in der letzten Partie, als Köln an der Ostsee einen 3:2-Sieg zog. Allerdings liegt Rostock in der Gesamtbilanz vorne – mit vier Siegen in acht Drittliga-Begegnungen. Aber nur ein einziges Mal fielen weniger als drei Tore, was am Höhenberg wieder Spektakel verspricht.

   

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