RL-Reform: DFB will Kompassmodell zur Abstimmung bringen

Im Ringen um die Regionalliga-Reform zeichnet sich offenbar eine Lösung ab. Wie die "Bild" berichtet, will DFB-Präsident Bernd Neuendorf das sogenannte Kompassmodell auf einem außerordentlichen DFB-Bundestag noch in diesem Jahr zur Abstimmung bringen. Demnach habe der 65-Jährige das Thema zuletzt zur Chefsache erklärt und sich intern klar für das Modell ausgesprochen.

Bundesliga-Präsidium unterstützt Modell

Unterstützung erhält das Modell laut dem Bericht auch vom Bundesliga-Präsidium. Vorgesehen ist eine Reduzierung von derzeit fünf auf vier Regionalligen, sodass künftig alle Meister direkt in die 3. Liga aufsteigen könnten. Die Staffeln würden dabei nicht mehr strikt nach Verbandsgrenzen eingeteilt, sondern jährlich anhand geografischer Kriterien neu zusammengesetzt werden. Ziel ist es, möglichst kurze Fahrtwege zu gewährleisten und gleichzeitig die Zahl der Regionalligen zu reduzieren.

Ende Juni hatten Vereine der 3. Liga sowie der Regional- und Oberligen über verschiedene Reformvorschläge abgestimmt. Dabei erhielt das Kompassmodell im Westen, Norden und Nordosten die Mehrheit, während im Südwesten das sogenannte Regionenmodell favorisiert wurde. Bei diesem Modell würden die Staffeln Nord, Nordost und Bayern zu zwei Staffeln zusammengelegt, während der Westen und Südwesten unangetastet bleiben würden. In Bayern sprachen sich die Klubs mehrheitlich für die Ausarbeitung weiterer Alternativen aus. Eine einheitliche Lösung kam deshalb zunächst nicht zustande, sodass die angedachte Reform zunächst gescheitert war.

Startschuss zur Saison 2028/29?

Daher hatte sich der Nordostdeutsche Fußballverband (NOFV) zuletzt mit einem Schreiben an DFB-Präsident Bernd Neuendorf gewandt und schnelle Gespräche über die Zukunft der Regionalligen gefordert. In dem Brief forderte der Verband einen "zeitnahen gemeinsamen Gesprächstermin mit den beteiligten Verbänden und Entscheidungsträgern". Das Schreiben fand offensichtlich Gehör.

Nach Angaben der "Bild" arbeitet der DFB nun an einem entsprechenden Antrag für den Bundestag. Sollte dieser beschlossen werden, könnte die Reform zur Saison 2028/29 umgesetzt werden. Die Spielzeit 2027/28 würde in diesem Fall als Qualifikationssaison dienen. Das ist nötig, um die Anzahl der derzeit 91 Regionalligisten auf 80 beziehungsweise 72 Teams zu reduzieren. Je nach dem, ob die neuen Staffeln 20 oder 18 Teams umfassen sollen.

   

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