"Wir sind alle enttäuscht": Münster unzufrieden mit Remis
Bei der feierlichen Einweihung der neuen Fantribüne wollte der SC Preußen Münster seinen ersten Heimsieg einfahren. Dementsprechend ernüchtert waren die Adlerträger nach dem 1:1 gegen den FC Ingolstadt.
"Es gibt nichts Besseres"
Es waren spektakuläre Bilder, mit denen die Preußen-Fans ihre neue Tribüne einweihten. Überwältigt von diesen Eindrücken zeigte sich Neuzugang Ryan Johansson nach seinem ersten Heimspiel für den SCP. "Wahnsinn! Das braucht man auch. Das macht wirklich Spaß, wenn wir so viele Leute sehen in Preußen-Münster-Trikots. Für mich ist das unglaublich. Es gibt nichts Besseres", schwärmte er bei "MagentaSport". Diese ausgelassene Stimmung wollten die Münsteraner auf dem Platz mit einem Sieg krönen. Allerdings mussten sie sich mit einem Punkt begnügen.
"Wir müssen es besser machen. Wir wissen, dass wir die Qualität haben. 1:1 ist nicht schlecht. Aber wir können so ein Spiel gewinnen. Wir sind schon alle enttäuscht", räumte Torschütze Johansson ein. Der Ire brachte die Adlerträger mit einer tollen Einzelaktion in Führung, als er entschlossen durch die Mitte dribbelte und aus der Distanz abzog. "Das habe ich immer wieder trainiert", verriet er das Geheimnis zu seinem anspruchsvollen Tor. Für seinen Trainer Thomas Wörle war der Geniestreich keine Überraschung: "Das ist eine Aktion, die ist für Ryan durchaus typisch. Es freut uns natürlich sehr, dass er im ersten Heimspiel gleich so eine Aktion setzt und uns damit in Führung geschossen hat."
"Wir müssen ruhiger spielen"
Allerdings schafften es die Hausherren zu selten, die Spielstärke auf den Platz zu bringen, die sie in der Woche zuvor beim 3:1 gegen Wiesbaden gezeigt hatten. "Das ganze Spiel war ein bisschen wild. Wir müssen diese Geduld haben, wir müssen manchmal ein bisschen ruhiger spielen. Aber es ist das zweite Spiel, das kommt noch", meinte Johansson. Sein Trainer sah eine zweigeteilte Leistung im ersten Heimspiel unter seiner Leitung: "Insgesamt haben wir es uns ein bisschen anders vorgestellt, dass wir in der ersten Halbzeit besser reinkommen. Aber wichtig ist, dass wir eine Reaktion zeigen können und das haben wir getan."
Nach der Pause ging die Wörle-Elf energischer und entschlossener zur Sache. "Wir waren deutlich griffiger. Die einzelnen Duelle haben wir deutlich besser annehmen können." Am Ende blieb es aber bei einem "leistungsgerechten Unentschieden", mit dem Münster ungeschlagen bleibt. Für die Preußen geht es schon am Freitag weiter mit dem DFB-Pokal-Spiel gegen den Karlsruher SC. In der Liga wartet am 30. August dann das Auswärtsspiel bei Viktoria Köln.