Müller über Wechsel zum Waldhof: "Der nächste richtige Schritt"

Mit Joey Müller hat der SV Waldhof Mannheim jüngst einen weiteren Neuzugang vorgestellt. Im Interview mit der "RNZ" spricht der aus Kerkrade gekommene Mittelfeldspieler über die Unterschiede zwischen dem niederländischen und deutschen Fußball und verrät, auf welcher Position er bei den Buwe eingeplant ist.

Sofort gespürt, "dass das die richtige Entscheidung ist"

Einmal 45 Minuten in der 2. Bundesliga für den FC Schalke 04, ansonsten kickte Joey Müller bisher ausschließlich in der Regionalliga West – entweder für die Zweitvertretung der Knappen oder den SV Wuppertal. 2023 folgte schließlich der Schritt ins Ausland zu Roda Kerkrade und damit in die erste niederländische Liga. Nun geht es für den mittlerweile 25-Jährigen wieder zurück nach Deutschland – zum SV Waldhof Mannheim.

Für Müller war der Wechsel ins Ausland damals "der erste richtige Schritt und dieser hier zum SV Waldhof Mannheim wird der nächste sein", sagt der Mittelfeldspieler der "RNZ". Als das Interesse der Mannheimer kam, habe er "sofort vom ersten Moment an gespürt, dass das die richtige Entscheidung ist".

"Ich kann es kaum erwarten, selbst dabei zu sein"

Die letzten kleinen Zweifel dürfte dann auch der Saisonauftakt ausgeräumt haben. Vor einer atemberaubenden Kulisse von über 19.000 Zuschauern schlug der Waldhof den Zweitliga-Absteiger Fortuna Düsseldorf mit 2:1. "Es war überwältigend. Das hätte ich mir nicht besser vorstellen können. Ich kann es kaum erwarten, selbst dabei zu sein."

Eine Rolle beim Transfer spielte auch Sportdirektor Mathias Schober. Zu der Zeit, als Müller Spieler von Schalke II war, leitete Schober die Knappenschmiede, also Schalkes Nachwuchsleistungszentrum. "Ich kenne ihn schon über zwei Jahre. Er hat sich noch an mich erinnert", schmunzelte Müller. Der Kontakt zu ihm beziehungsweise den Mannheimern habe bereits länger bestanden – "am Ende ging alles ganz schnell".

Müller kennt die 3. Liga

Wie die 3. Liga tickt, weiß Müller bereits. Aufgrund der Nähe Kerkrades zu Aachen war er "ab und an auch am Tivoli und habe die Liga live verfolgt". Worin die Unterschiede zwischen dem Fußball in den Niederlanden und Deutschland liegen? "Ich würde sagen, dass es in Holland nicht so robust ist wie hier."

Eine gewisse Robustheit wird von ihm ohnehin gefragt sein – als Defensiv-Spieler. Die Frage ist allerdings: Als Verteidiger oder Mittelfeldspieler? In Kerkrade wurde Müller auch auf der linken Seite eingesetzt. "Bei Kerkrade war klar, dass ich verschieden einsetzbar bin und habe dort dann auch die meiste Zeit im Zentrum gespielt. Angefangen habe ich in der Jugend im Mittelfeld und dann immer mal wieder einen Ausflug auf die linke Seite gemacht. Früher oder später bin ich aber immer ins Zentrum zurückgekehrt."

Große Ziele? Erst mal ankommen!

Beim Waldhof ist Müller klar als Sechser eingeplant und hat passend dazu die Rückennummer sechs erhalten. Ein Aussagewert? "Ich bin froh, dass ich sie bekommen habe. Aber am Ende ist es auch nur eine Nummer. Du musst dich auf dem Platz beweisen." Große Ziele hat sich Müller mit den Buwe derweil noch nicht gesetzt. Für ihn geht es zunächst darum, anzukommen. "Dann werden wir sehen, was passiert." Seinen ersten Einsatz könnte der 25-Jährige bereits am Sonntag feiern. Dann gastiert der Waldhof bei Hansa Rostock (13:30 Uhr).

   

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