"Hat mich beeindruckt": Wörle lobt Münsters Teamgeist nach Sieg

Im ersten Spiel unter dem neuen Trainer Thomas Wörle hat Preußen Münster einen 3:1-Sieg beim SV Wehen Wiesbaden eingefahren. Zum Mann der Partie wurde ein Spieler, der unverhofft zu seinem ersten Einsatz im Preußen-Trikot kam.

"Zwei schwierige Entscheidungen"

Es war ein Auf und Ab der Gefühlswelten für die Münsteraner. Nach einer Viertelstunde mussten sie bereits den ersten Rückschlag hinnehmen. Joshua Mees verletzte sich bei einer Torchance und musste nach 16 Minuten vom Feld. Für ihn kam Montell Ndikom herein, der mit zwei Toren zum Matchwinner wurde. "Ich bin dankbar für das Vertrauen vom Coach. Das hat sich ausgezahlt", freute sich der 21-Jährige bei "Magenta Sport" über den gelungenen Einstand für den SCP.

Allerdings war der Elfmeter, den der Neuzugang selbst herausholte und anschließend verwandelte, umstritten. Der Offensivspieler hob ab, nachdem er wohl leicht am Trikot gehalten wurde. "Ich habe einen Kontakt gespürt. Ich hatte das Gefühl, dass ich sonst weg gewesen wäre", beschrieb Ndikom die Szene. Trainer Wörle wollte sich auf keine Diskussion einlassen, denn auch der Strafstoß für Wiesbaden war aus seiner Sicht fragwürdig: "Der erste Elfmeter war ein handelsüblicher Zweikampf. Den kann du nicht pfeifen. Es sind zwei schwierige Entscheidungen."

"Haben einen geschlossenen Auftritt hingelegt"

Es war aber nicht nur die Leistung von Ndikom, die den Weg zu den ersten drei Punkten der Saison ebnete. Vielmehr präsentierten sich die Preußen als geschlossene Einheit. "Wir sind eine neu zusammengewürfelte Mannschaft. Es ist bezeichnend, dass viele Führungsspieler trotzdem geblieben sind. Besser kann man nicht in eine Saison starten", sagte Ndikom. Die Erleichterung war nach dem ersten Sieg war auch Trainer Wörle deutlich anzusehen. "Wir freuen uns natürlich enorm. Wir wussten, dass wir einen harten Brocken vor uns haben. Die Art und Weise, wie wir uns gewehrt haben, in einem schweren Spiel, hat mich beeindruckt."

Dass mit Marvin Schulz ein zweiter Joker sofort stach, zeigt die Qualität, die Münster von der Bank nachlegen kann. "Das ist Ausdruck von einem Team. Wir sind erst sechs Wochen beieinander. Aber wir haben echt schon tolle Schritte gemacht, wenn es um unseren Teamspirit geht", lobte Wörle. Auch wenn noch nicht alles rund lief, hat sich seine Mannschaft als widerstandsfähig präsentiert. "Wir haben schwierige Phasen gehabt. Die mussten wir überstehen. Da war nicht alles Gold, was glänzt. Aber wir sind da durchgegangen, waren leidensfähig und haben als Team einen wirklich geschlossenen Auftritt hingelegt." Ein Erfolg, der den Zweitliga-Absteiger beflügeln kann. "Der Sieg gibt uns Rückenwind in unserer Entwicklung. Aber die ist natürlich bei weitem noch nicht abgeschlossen." Nun wartet der FC Ingolstadt im ersten Heimspiel.

   

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