Hansa zum Auftakt ohne Holten und Dajaku – Kiedl noch fraglich

Die Befürchtungen haben sich bestätigt: Hansa Rostock muss zum Saisonauftakt gegen Hoffenheim II am Sonntag auf Emil Holten und Leon Dajaku verzichten. Auch Paul Stock steht nicht zur Verfügung, während der Einsatz von Peter Kiedl noch fraglich ist.

Holten? "Von Monaten reden wir nicht"

Schon die letzten beiden Testspiele hatte Holten aufgrund von Rückenproblemen verpasst, nun fällt der Top-Torjäger der vergangenen Saison auch für den Ligaauftakt gegen Hoffenheim II aus. Wie Trainer Daniel Brinkmann bei der Spieltags-Pressekonferenz am Freitag berichtete, befindet sich der Angreifer weiterhin im Aufbautraining: "Es sieht ganz gut aus, er macht immer mehr." Daher rechnet der Hansa-Coach damit, dass es eine Sache von "Tagen oder wenigen Wochen" sei, bis der Däne wieder zur Verfügung steht. "Von Monaten reden wir nicht", so Brinkmann.

Schon "kurzfristig", so Brinkmann, soll Leon Dajaku wieder zur Mannschaft stoßen, nachdem er sich bei der Generalprobe gegen Borussia Mönchengladbach verletzt hatte. "Er ist auf einem sehr guten Weg", sagte der 40-Jährige. Während auch Paul Stock ausfällt, steht hinter dem Einsatz von Neuzugang Peter Kiedl noch ein Fragezeichen, nachdem der Stürmer das Training unter der Woche nach einem Schlag auf das Bein abbrechen musste. Am Samstag soll ein Härtetest durchgeführt werden.

Unbehaun als Nummer 1

Die Vorbereitung bezeichnete Brinkmann indes als "positiv", weil es gelungen sei, die neuen Spieler gut zu integrieren. "Sie machen alle einen guten, offenen Eindruck und haben auch sportlich bisher überzeugt." Auf einzelne Spieler ging der 40-Jährige nicht ein. Auch zur Startelf ließ er sich nichts entlocken, betonte aber, dass diese zum Großteil stehe. Sicher ist bereits, dass Luca Unbehaun als neue Nummer 1 zwischen den Pfosten stehen wird.

Brinkmann begründete die Entscheidung für den 25-Jährigen vor allem mit dessen Erfahrung und seinen fußballerischen Qualitäten. Ausschlaggebend sei letztlich gewesen, dass er in der Vorbereitung überzeugt habe, auch wenn Brinkmann betont, dass Konkurrent Yannic Stein weiterhin ein "sehr guter und harter Konkurrent" sei. Ein harter Konkurrent wird auch die TSG, zumal noch nicht ganz klar ist, wer spielen und ob das Team womöglich mit Akteuren aus dem Bundesliga-Kader verstärkt wird. Brinkmann sagte aber: "Wir müssen so selbstbewusst sein, dass wir sagen: Wir schlagen sie, egal wer auf dem Platz steht."

Offensive Aufstiegsziele "legitim"

Auch um den ersten kleinen Schritt Richtung Aufstieg zu machen, der als klares Saisonziel ausgerufen wurde. "Nach zwei Jahren, in denen wir Fünfter geworden sind, ist es legitim, seinen Anspruch etwas öffentlicher zu machen", meinte Brinkmann. Gleichzeitig betonte er aber, nicht jede Woche darüber sprechen zu wollen. "Mit dem heutigen Tag ziehen wird einen Strich darunter, weil alles dazu gesagt ist." Es gehe nun darum, "schnell eine gewisse Stabilität und Überzeugung in unser Spiel zu bekommen". Über eine "gewisse Konstanz" soll sich dann der Erfolg einstellen.

Wichtig sei auch, anders als in den letzten beiden Jahren einen guten Start hinzulegen. "Wir wollen nicht dahin kommen, dass wir wieder hinterherlaufen müssen", machte Brinkmann klar, der vollen Fokus forderte. Angesichts der Tatsache, in der Offensive nun "deutlich mehr Auswahl" zu haben, zeigte sich der 40-Jährige aber positiv gestimmt. Ohnehin verspürte er "viel Vorfreude" und eine "große Lust". Am Ende "sind es nicht die Worte, die Spiele gewinnen, sondern die tägliche Arbeit und die Leistung. Und was das angeht, haben wir die Chancen maximal erhöht, dass wir erfolgreich in die Saison starten." Rund 1.500 Hansa-Fans werden sich davon am Sonntag vor Ort ein Bild machen.

   

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