FCH hofft weiter auf Harenbrock – Gespräche mit Mejdr und Kunze

Der F.C. Hansa Rostock arbeitet weiter intensiv an der Kaderplanung für die neue Saison. Vorstandsvorsitzender Ronald Maul gab bei einer Live-Ausgabe von "Hansa InTeam" ein Update zu mehreren offenen Personalien und machte deutlich, dass der Klub in den kommenden Wochen weitere Entscheidungen treffen möchte. Auch im Hinblick auf weitere Neuzugänge. Auf drei Positionen soll sich noch etwas tun.

Harenbrock hat sich Bedenkzeit erbeten

Was wird aus Cedric Harenbrock? Beim Trainingsauftakt vor einer Woche war der Mittelfeldspieler nicht dabei, dennoch ist ein Verbleib nach wie vor nicht ausgeschlossen: "Bei Cedric haben wir schon die Idee, dass er bei uns bleibt", so Maul. Allerdings habe sich der 28-Jährige, der auch von anderen Drittligisten umworben wird, noch Bedenkzeit erbeten. Der Verein akzeptiere den Wunsch des Spielers, bereite sich aber gleichzeitig auf alle Eventualitäten vor. "Wir werden uns nicht ausschließlich auf eine Personalie verlassen, sondern im Hintergrund daran arbeiten, was auf der Position insgesamt möglich ist", so Maul.

Auch bei Lukas Kunze, der nach seiner Leihe zunächst zu Arminia Bielefeld zurückgekehrt ist, hält sich Hansa eine Hintertür offen. Nach den personellen Veränderungen bei der Arminia müsse zunächst abgewartet werden, welche Rolle Kunze dort künftig einnimmt. "Wir sind regelmäßig im Austausch und schauen, ob sich für uns noch einmal etwas ergibt", erklärte Maul.

Komplexer gestaltet sich die Situation bei Jan Mejdr. Der Mittelfeldspieler hatte sich einen Kreuzbandriss zugezogen und absolviert seine Reha derzeit weiterhin in Rostock. Hansa ermöglicht ihm, die Rehabilitation am Vereinsgelände fortzusetzen. Gleichzeitig müsse der FCH jedoch die sportliche Planung vorantreiben. "Wir können nicht bis November oder Dezember warten, ob es dann vielleicht wieder geht", sagte Maul. Dennoch will der Verein gemeinsam mit Mejdr nach einer Lösung suchen. "Es besteht schon noch die Möglichkeit, einen kleinen Kompromiss einzugehen, der ihm hilft und uns vielleicht auch eine Möglichkeit gibt." Konkrete Entscheidungen seien allerdings noch nicht gefallen.

Hansa sucht Verstärkungen auf mehreren Positionen

Ungewiss bleibt zudem, ob eine Rückkehr von Leihspieler Viktor Bergh realisierbar ist. Maul bestätigte zwar den regelmäßigen Austausch mit der Spielerseite, verwies aber auf die komplizierte Situation bei dessen Stammverein Djurgårdens IF in Schweden. Dort habe es Veränderungen im Management gegeben, zudem wolle der Klub zunächst prüfen, welche Perspektive Bergh nach seiner starken Saison in Rostock selbst habe. Hinzu komme, dass der Verein erst vor einem Jahr eine hohe Ablösesumme für den Offensivspieler gezahlt habe.

Entsprechend sei ein erneuter Wechsel derzeit alles andere als einfach umzusetzen. Trotz der noch offenen Baustellen setzt Hansa darauf, den Großteil der Kaderplanung bereits in den kommenden Wochen abzuschließen, anstatt bis zum Ende der Transferperiode auf die letzten Marktbewegungen warten zu müssen. Den größten Handlungsbedarf sieht Trainer Daniel Brinkmann auf beiden Außenbahnen sowie im offensiven Mittelfeld. Ziel sei es, möglichst früh Klarheit zu schaffen. "Mein Wunsch wäre schon, dass wir in den nächsten zwei, drei Wochen so viele Dinge erfüllen können, wie wir uns vorstellen", sagte Brinkmann.

   

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