"Zu viele Gegentore kassiert": SVW verstärkt sich mit Kammerknecht
Nach der Verpflichtung von Trainer Rui Mota wird beim SV Waldhof Mannheim nun auch die Kaderplanung Fahrt aufnehmen. Am frühen Freitagmorgen vermeldeten die Buwe den Transfer von Claudio Kammerknecht.
Vier Jahre bei Dynamo Dresden
72 Mal! So oft schlug es bei Waldhof Mannheim in der vergangenen Saison nur. Nur Ulm (78), Schweinfurt (87) und Havelse (89) mussten noch mehr Gegentreffer hinnehmen. "Mit unserem Defensivverhalten waren wir in der vergangenen Saison nicht zufrieden. Wir haben zu viele Gegentore kassiert, um dauerhaft erfolgreich zu sein", sagt Sportdirektor Mathias Schober. Claudio Kammerknecht soll diesbezüglich nun für Abhilfe sorgen. "Claudio steht bereits seit längerer Zeit auf unserem Radar, und wir sind sehr froh, dass wir ihn nun verpflichten konnten." Durch seine Vielseitigkeit in der Defensive eröffne er "unterschiedliche Optionen für die Gestaltung unseres Defensivverbunds".
Denn der 26-Jährige kann nicht nur als Innenverteidiger, sondern auch als Rechtsverteidiger sowie im defensiven Mittelfeld eingesetzt werden. In Dresden war Kammerknecht seit 2022 aktiv und kam in dieser Zeit 118 Mal zum Einsatz – bei acht Toren und acht Vorlagen. Lange zählte er zu den Stammspielern und Leistungsträgern. Da es in der zurückliegenden Serie aber nur zu 532 Einsatzminuten reichte – aufgeteilt auf zwölf Spiele -, wurde sein zum 30. Juni auslaufender Vertrag nicht verlängert. Entsprechend wechselt der Nationalspieler Sri Lankas (zehn Einsätze, ein Tor) ablösefrei nach Mannheim.
Über 120 Spiele in der 3. Liga
"Wir freuen uns sehr, dass sich Claudio nach wirklich guten Gesprächen für uns entschieden hat", sagt Sport-Geschäftsführer Gerhard Zuber und zeigt sich davon überzeugt, "dass er uns dabei helfen wird, für mehr defensive Stabilität zu sorgen. Er kennt die 3. Liga sehr gut und weiß, worauf es in dieser Spielklasse ankommt". Zudem befinde sich der 26-Jährige im besten Fußballalter und habe sich im Vorfeld "sehr ambitioniert" präsentiert, so Zuber.
Ausgebildet worden war der 26-Jährige einst beim SC Freiburg, mit dem er 2018 A-Junioren-Pokalsieger wurde. 2022 folgte dann der Wechsel nach Dresden. Insgesamt kann der 1,87 Meter große Defensivspieler auf die Erfahrung aus 123 Spielen in der 3. Liga zurückblicken. Dabei war er an 14 Treffern direkt beteiligt. Weitere Einsätze werden nun folgen. "Ich bin sehr glücklich, heute meinen Vertrag beim SV Waldhof unterschreiben zu können", sagt Kammerknecht. Nach vier Jahren in Dresden erachtet er die Aufgabe in Mannheim als "besonders reizvoll" und betont: "In den Gesprächen hat man gespürt, dass sich hier etwas entwickelt. Dazu möchte ich meinen Teil beitragen und gemeinsam mit der Mannschaft erfolgreich sein." Bei den Buwe ist Kammerknecht nach Julian Ulbricht, Noah Sarenren Bazee, Jid Okeke und Kian Ramadani der fünfte Neue.