"Ganz viel Energie, aber auch Respekt": Shala stellt sich in Verl vor
Beim SC Verl folgt Orest Shala auf Tobias Strobl. Bei seiner offiziellen Vorstellung am Donnerstag machte der 34-Jährige deutlich, warum er sich für den Wechsel nach Ostwestfalen entschieden hat und welche Vorstellungen er von seiner neuen Mannschaft hat. Gleichzeitig kündigte Sportvorstand Zlatko Janjic weitere Aktivitäten auf dem Transfermarkt an.
"Genau der Richtige für diese Herausforderung"
Zwei Wochen ist es her, dass sich Tobias Strobl in Richtung VfL Wolfsburg verabschiedet hat. Für Sportvorstand Zlatko Janjic war anschließend schnell klar, dass Shala der passende Nachfolger ist. Zwischen beiden Seiten habe sich bereits in den ersten Gesprächen eine besondere Verbindung entwickelt: "Der Eindruck ist immer mehr gewachsen, dass er genau der Richtige für diese Herausforderung ist“, sagte der Ex-Profi.
Vor allem die Spielidee des neuen Trainers habe die Verantwortlichen überzeugt. Shala stehe für einen intensiven Fußball mit hohem Pressing und viel Ballbesitz – Attribute, die seit Jahren mit dem Sportclub Verl verbunden werden. Zudem imponierte den Verantwortlichen, dass Shala zuletzt den Schritt ins Ausland gewagt hatte. Sein Wechsel nach Portugal habe gezeigt, "dass er sich nicht davor scheut, Herausforderungen anzunehmen", so Janjic. Der 34-Jährige bringt bereits Erfahrungen aus mehreren Ländern mit und tritt nun seine dritte Station als Cheftrainer in einem anderen Land an.
Von Anfrage "im positiven Sinne" überrascht
Auch Shala selbst, der zuletzt beim portugiesischen Drittligisten CD Mafra an der Seitenlinie stand, berichtete von intensiven Gesprächen mit den Verantwortlichen. Bereits früh habe er das Gefühl gehabt, dass die Vorstellungen beider Seiten gut zusammenpassen. "Ich freue mich natürlich riesig, jetzt hier zu sein. Ich wollte es unbedingt machen", sagte der neue Cheftrainer. Der Sportclub sei für ihn eine "tolle, neue, spannende Herausforderung". Er spüre "ganz viel Energie, aber auch Respekt, vor all dem, was in den vergangenen Jahren aufgebaut worden ist. Vor allem natürlich in der letzten Saison".
Der 34-Jährige verfolgt den Werdegang des Sportclubs bereits seit längerer Zeit. Dabei sei ihm insbesondere aufgefallen, wie sich Verl in einer konkurrenzstarken 3. Liga behauptet habe. Der Klub habe gezeigt, "wie viel man mit Klarheit und bedingungsloser Prozessorientierung erreichen kann". Entsprechend erfreut sei er gewesen, als sich die Verantwortlichen bei ihm meldeten. Die Anfrage aus Verl habe ihn zwar überrascht, allerdings "im positiven Sinne", wie Shala erklärte.
Sportlich setzt der neue Trainer auf eine aktive Herangehensweise. Seine Mannschaft soll dominant auftreten, intensiv gegen den Ball arbeiten und mutig nach vorne spielen. Gleichzeitig betonte Shala, dass er großen Respekt vor den Leistungen der vergangenen Jahre habe. Nun gehe es darum, die erfolgreiche Entwicklung fortzusetzen und neue Impulse zu setzen.
Janjic kündigt weitere Transfers an
Konkrete Tabellenziele formulierten die Verantwortlichen zwar nicht, die sportliche Marschroute ist dennoch klar. Nach dem starken Abschneiden in der vergangenen Saison – mit 64 Punkten spielte der Sportclub die beste Saison der Vereinsgeschichte – soll der eingeschlagene Weg fortgesetzt werden. "Wir versuchen die Saison vom letzten Jahr nochmal zu bestätigen“, sagte Janjic. Auch bei der Kaderplanung dürfte es in den kommenden Tagen Bewegung geben.
Wie der Sportvorstand erklärte, habe die Trainersuche zwar Zeit in Anspruch genommen, parallel seien die Gespräche mit potenziellen Neuzugängen jedoch weitergeführt worden. Mit "zwei, drei Spielern" befinde sich der Sportclub bereits auf der Zielgeraden. Viele Akteure hätten zunächst wissen wollen, wer künftig an der Seitenlinie stehen werde. Nun sollen die letzten offenen Positionen gemeinsam mit Shala besprochen werden.
Veränderungen könnten zudem im Trainerstab folgen, nachdem auch Co-Trainer Sergej Schmik den SC Verl Richtung Wolfsburg verlassen hat. "Es gibt sicherlich Bedarf, einige Stellen im Trainerteam neu zu besetzen“, kündigte Shala an. In den kommenden Wochen sollen Gespräche geführt werden, um die passenden Profile zu finden. Ziel sei es, das gesamte Team bestmöglich aufzustellen und die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Saison zu schaffen. Mit dem Trainingsauftakt am 5. Juli beginnt für Shala nun das nächste Kapitel seiner Trainerkarriere.