Per Ausstiegsklausel: Meppens 27-Tore-Mann Ulbricht zum Waldhof

Waldhof Mannheim hat sich die Dienste von Julian Ulbricht gesichert. Der 26-jährige Stürmer kommt von Drittliga-Aufsteiger SV Meppen, wo er sich in der vergangenen Saison mit 27 Treffern die Torjägerkanone gesichert hatte.

"Die Quote spricht für sich"

Eigentlich stand Ulbricht beim SVM noch bis 2027 unter Vertrag, verfügte jedoch über eine Ausstiegsklausel, die für den Transfer nun gezogen wurde. Über die Höhe der Ablöse gibt es bislang keine Informationen. Waldhofs Sport-Geschäftsführer Gerhard Zuber begründet die Verpflichtung vor allem mit den vielseitigen Qualitäten des Angreifers: "Julian bringt neben seiner beachtlichen Quote viele Attribute mit, die wir von einem Stürmer erwarten". Zudem habe er bei seinen bisherigen Vereinen regelmäßig Führungsqualitäten gezeigt und auch gegen den Ball überzeugt. "Wir sind fest davon überzeugt, dass er dies auch in der 3. Liga zeigen wird."

Auch Sportdirektor Mathias Schober zeigt sich angetan vom Angreifer: "Die Quote von Julian spricht für sich", betont der 50-Jährige und verweist darauf, dass der Stürmer über eine körperliche Präsenz verfüge, auf verschiedene Weise torgefährlich sei und sich in den vergangenen Jahren als mannschaftsdienlicher Spieler ausgezeichnet habe.

155 Viertliga-Spiele mit 95 Scorerpunkten

Der gebürtige Hamburger wurde zunächst beim FC St. Pauli ausgebildet und wechselte später in den Nachwuchs des Hamburger SV. Nach mehreren Jahren beim HSV zog es ihn nach Kanada, wo er für Inter Toronto FC und den FC Edmonton auflief. 2022 kehrte Ulbricht nach Deutschland zurück und spielte zunächst für Phönix Lübeck sowie die U23 des FC St. Pauli, deren Kapitän er zeitweise war.

Im vergangenen Sommer schloss sich der Angreifer dem SV Meppen an und hatte mit 27 Toren und sechs Vorlagen großen Anteil am Aufstieg der Emsländer in die 3. Liga. Insgesamt absolvierte Ulbricht 155 Regionalliga-Spiele, in denen ihm 70 Tore und 25 Vorlagen gelangen.

SVM-Sportchef Smith bedauert Abgang

Entsprechend schwer wiegt der sportliche Verlust für die Emsländer. "Dass die Möglichkeit eines Wechsels besteht, war uns im vergangenen Sommer klar, als sich beide Seiten auf eine entsprechende Klausel im Vertrag verständigt haben", sagt SVM-Sportdirektor Olufemi Smith, der den Abgang bedauert. "Aber wir wünschen Ulbo bei seiner neuen sportlichen Herausforderung nur das Beste und maximalen Erfolg."

Der 26-Jährige freut sich bereits auf seine neue Aufgabe in Mannheim. "Der SV Waldhof ist ein großer Traditionsverein, das reizt mich sehr", sagt Ulbricht zu seinem Wechsel. Die Gespräche mit den Verantwortlichen hätten ihn überzeugt, seine sportliche Zukunft in Mannheim zu sehen. Besonders freue er sich auf die Heimspiele und die Atmosphäre im Stadion. Nach Noah Sarenren Bazee, Jid Okeke und Kian Ramadani ist Ulbricht der vierte Neuzugang beim SVW.

   

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