"Gehen aktuell davon aus, dass …": 1860-Präsidium äußert sich

Sie ist mal wieder groß, die Unruhe beim TSV 1860 München: 2,7 Millionen Euro sollen für die Zulassung zur kommenden Drittliga-Saison fehlen, es droht der Absturz in die Regionalliga. Am Dienstagabend meldete sich nun das Präsidium des e.V. in einer knappen Stellungnahme zu Wort.

"Regelmäßig wiederkehrender Vorgang"

Demnach sei die Erbringung eines Liquiditätsnachweises gegenüber dem DFB im Rahmen des Zulassungsverfahrens zur 3. Liga ein "regelmäßig wiederkehrender Vorgang zu Beginn einer neuen Spielzeit". Das Präsidium gehe "aktuell davon aus, dass der Liquiditätsnachweis gegenüber dem DFB rechtzeitig erbracht wird". Die entsprechenden Gespräche hierzu würden andauern.

"Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir einzelne Sachverhalte der Berichterstattung zum aktuellen Zeitpunkt nicht öffentlich kommentieren." Weiter heißt es, dass das Präsidium alle erforderlichen und angemessenen Maßnahmen ergreifen werde, um die Rechtsposition des Muttervereins und seiner Mitglieder zu wahren und den Spielbetrieb zu sichern.

Ismaik kündigte Darlehensvertrag

Bis zum 3. Juni um 12 Uhr muss der Liquiditätsnachweis beim DFB erbracht werden. Geschieht das nicht, droht wie 2017 der Zwangsabstieg in die Regionalliga. Grund für die Finanzierungslücke ist der einseitig von Investor Hasan Ismaik gekündete Darlehensvertrag wegen angeblichen Verstößen der Geschäftsführung gegen Berichtspflichten.

1860 weist die Kündigung als unwirksam zurück und geht juristisch dagegen vor. Gleichzeitig hat der Klub in einen Notmodus gewechselt und kann momentan weder die Gehälter zahlen, noch Spielerverpflichtungen tätigen. Wie die Liquiditätslücke geschlossen werden kann, ist noch offen. Denkbar wäre der Verkauf von Spielern wie Sigurd Haugen und Sean Dulic, um kurzfristig Gelder zu generieren.

   

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