"Unfassbare Leistung": Großaspach feiert Durchmarsch in die 3. Liga

Vor sechs Jahren aus der 3. Liga abgestiegen, ging es für die SG Sonnenhof Großaspach zwei Jahre später in die Oberliga runter. Der Profifußball schien endlos weit weg, doch mit einem direkten Durchmarsch hat der selbst ernannte Dorfklub nun die Rückkehr geschafft – und feierte diese am Samstag entsprechend. 

"Unfassbare Saison"

Eine torlose Nullnummer löst in der Regel keine Jubelstürme aus. Im Mainzer Bruchwegstadion war das am Samstag jedoch anders. Denn der SGS reichte das 0:0 für den vorzeitigen Aufstieg. "Das ist eine unfassbare Leistung, das ist eine unfassbare Saison", jubelt Trainer Pascal Reinhardt in der "Backnanger Kreiszeitung". Wie besonders der Aufstieg ist, zeigt sich nicht nur an der Tatsache, dass die Württemberger direkt durchmarschiert sind, sondern auch daran, dass sie nur an sieben Spieltagen an der Tabellenspitze standen.

Doch eine famose Serie von 14 Siegen aus 16 Spielen ab Anfang November spülte den Dorfklub Stück für Stück nach oben. Und als vor zwei Wochen dann auch das direkte Duell mit der SGV Freiberg, die über die meiste Zeit der Saison ganz oben stand, deutlich mit 4:0 gewonnen wurde, war der Weg für den Durchmarsch frei.

86 Tore in 32 Spielen

Ein Durchmarsch, mit dem zuvor niemand gerechnet hatte. Zumal nach dem Aufstieg gar nicht viel am Kader gebastelt wurde, sondern einfach nur das intakte Team der erfolgreichen Oberliga-Saison zusammengehalten wurde. Das stellte sich als eine gute Entscheidung heraus, denn die von Pascal Reinhardt trainierte Mannschaft harmoniert ganz wunderbar zusammen und viele Akteure konnten ihre starken Leistungen aus der Vorsaison eine Stufe höher gleich noch einmal bestätigen.

Allen voran der mittlerweile 31-jährige Stürmer Fabian Eisele, der in der 3. Liga auch schon für den VfB Stuttgart II und den FSV Zwickau auflief. In der Oberliga sorgte der Offensivmann für einen Torrekord und auch in der Regionalliga Südwest führt er mit aktuell 22 Treffern erneut die Torjägerliste an. Überhaupt ist der Angriff das Prunkstück der SGS, er stellt mit 86 Treffern die mit Abstand beste Offensive der Liga.

"Vor Donnerstag will ich keinen von euch sehen"

"Ich kann noch gar nicht richtig greifen, was passiert ist, auch wenn dieser Moment zuletzt absehbar war", so Reinhardt. "Es ist unglaublich, was die Jungs über die gesamte Saison geleistet haben. Sie haben immer noch einmal einen draufgesetzt." Als Belohnung gab es für die Mannschaft gleich vier Tage frei. "Vor Donnerstag will ich keinen von euch sehen." Zwei Saisonspiele und das Landespokal-Finale stehen noch an, dann heißen die Gegner nicht mehr Astoria Walldorf und Schott Mainz, sondern 1860 München und Alemannia Aachen.

   

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