"Wäre katastrophal gewesen": Hansa nach Pokalerfolg erleichtert
Nach zuletzt zwei herben Rückschlägen im Aufstiegskampf konnte Hansa Rostock im Landespokal mal wieder ein Erfolgserlebnis feiern – auch wenn dieses erst in letzter Minute zustande kam. Trainer Daniel Brinkmann war erleichtert.
Zu langsam im Passspiel, zu wenige Chancen
Lange tat sich die Kogge beim Greifswalder FC aus der Regionalliga schwer, ehe Andreas Voglsammer in der Nachspielzeit zum 1:0 einköpfte und die Kogge damit ins Finale brachte. "Ich bin erleichtert und froh, dass wir diese Pflichtaufgabe bestanden haben", sagte Trainer Daniel Brinkmann bei der Pressekonferenz nach der Partie. Gerade auch nach der herben 2:5-Klatsche gegen Regensburg. "Ich weiß, dass dieses Jahr wieder sechs Drittligisten im Landespokal ausgeschieden sind. Uns ist das nicht passiert, das wäre auch katastrophal gewesen. Denn dann nimmst du das in die letzten drei Spiele mit."
So steht die Kogge nun im Finale, wenngleich Hansa keine Glanzleistung abgeliefert hat. "Über weite Strecken war es kein tolles Spiel zum Zuschauen, da Greifswald sehr tief stand und wir im Passspiel zu langsam waren." Eine Tatsache, die der 40-Jährige aber auch am "etwas längeren Rasen" festmachte, der zudem "komplett trocken" gewesen sei. "Das spielt der tiefstehenden Mannschaft natürlich in die Karten, dennoch haben wir uns zu wenige Torchancen herausgespielt." Eine dieser Möglichkeiten nutzte der eingewechselte Voglsammer kurz vor Ende der regulären Spielzeit dann zum Siegtreffer.
"Müssen eine ordentliche Schippe drauflegen"
"Es war das erwartet schwere Spiel. Wir haben ganz ordentlich verteidigt und nichts Großes zugelassen", sagte der Matchwinner bei HansaTV. "Trotzdem müssen wir eigentlich dominanter sein und uns mehr Torchancen rausspielen. Das müssen wir uns ankreiden. Dennoch muss dann auch mal ein Tor reichen, und das war dann der Fall." Der Stürmer zeigte sich "überglücklich", die Pflichtaufgabe erfüllt zu haben. "Mehr ist es am Ende des Tages nicht. Wir werden versuchen, aufzuarbeiten, was wir besser machen können. Auch wenn es wahrscheinlich schwer ist."
Nun gelte es, gut zu regenerieren und dann den Fokus auf Aachen zu legen, "damit wir da die drei Punkte mitnehmen", blickte der 34-Jährige auf die Partie am Samstag voraus, ist sich aber bewusst: "Da müssen wir eine ordentliche Schippe drauflegen." Um weiter vom Aufstieg träumen zu dürfen, müssen unbedingt drei Punkte her. Im Falle einer erneuten Niederlage dürfte der Aufstiegszug dagegen endgültig abgefahren sein.