Hansa Rostock: Zwei-Spiele-Sperre für Sportchef Shapourzadeh
Das DFB-Sportgericht hat Hansa-Sportchef Amir Shapourzadeh für zwei Spiele mit einem Innenraum-Verbot belegt, nachdem der 43-Jährige am Samstag bei der Partie gegen Jahn Regensburg die rote Karte gesehen hatte.
In Aachen und gegen Stuttgart II nicht im Innenraum
Es lief bereits die Nachspielzeit der ersten Halbzeit, als sich Regensburgs Saller im Mittelfeld gegen Hansa-Verteidiger Bergh durchsetzte. Der Schwede wurde dabei am Kopf getroffen und blieb liegen. Schiedsrichter Lennart Kernchen ließ aber weiterlaufen. Aus dem Angriff fiel dann das 3:0. Dass die Partie nicht unterbrochen wurde, brachte Hansa-Sportchef Amir Shapourzadeh an der Seitenlinie derart in Rage, dass er sich zu vehement darüber beschwerte und die rote Karte sah.
Das sanktionierte das DFB-Sportgericht nun mit einem Innenraum-Verbot von zwei Spielen. Dadurch darf sich der Ex-Profi sowohl beim Auswärtsspiel in Aachen am kommenden Samstag als auch im Heimspiel gegen Stuttgart II am 9. April weder im Innenraum, noch in den Umkleidekabinen, dem Spielertunnel und dem Kabinengang aufhalten. Außerdem ist es ihm nicht gestattet, mit der Mannschaft in Kontakt zu treten – weder unmittelbar noch mittelbar. Das Innenraum-Verbot beginnt eine halbe Stunde vor Spielbeginn und endet eine halbe Stunde nach Abpfiff. Für den 43-Jährigen ist es bereits die zweite Innenraum-Sperre dieser Saison. Schon im Februar war er für eine Partie gesperrt worden.
Rafati: Partie hätte unterbrochen werden müssen
Der Ärger von Shapourzadeh war indes berechtigt, denn wie liga3-online.de-Experte Babak Rafati in seiner Analyse herausstellte, hätte die Partie unterbrochen werden müssen: "Für mich ist die Spielweise beider Spieler in Bezug auf den Kopf von Bergh nicht zu tief und das Bein von Saller nicht zu hoch korrekt, sodass es bis hierhin nichts zu beanstanden gibt. Allerdings kommt es dann beim Kopftreffer zu einem Foulspiel, sodass es einen Freistoß für Rostock hätte geben müssen. Eine Karte wäre hierbei aber nicht vorgeschrieben. Trotzdem liegt eine Fehlentscheidung vor, dieses Foulspiel nicht zu ahnden und den anschließenden Treffer anzuerkennen."