Regionalliga: Verzichtet die SpVgg Unterhaching auf den Aufstieg?
Weil Tabellenführer Nürnberg II keine Drittliga-Zulassung beantragt hat und damit nicht aufstiegsberechtigt ist, liegt die SpVgg Unterhaching in der Regionalliga Bayern derzeit knapp in der Pole Position für die Teilnahme an den Aufstiegsspielen. Allerdings verdichten sich die Gerüchte, dass die Münchner Vorstädter auf den Aufstieg verzichten werden.
Fokus auf den Nachwuchs
In der neunten Minute der Nachspielzeit setzte sich die SpVgg Unterhaching am Freitagabend mit 3:2 bei der SpVgg Bayreuth durch – und wahrte damit den hauchdünnen Vorsprung von einem Punkt auf die Würzburger Kickers, die derzeit den dritten Tabellenplatz belegen. Entsprechend hat Haching die Qualifikation für die Aufstiegsspiele vor den letzten drei Spieltagen weiterhin in eigener Hand, doch womöglich wird das keine Rolle spielen.
Wie "fupa" berichtet, gehe die Tendenz der Verantwortlichen um Präsident Manfred Schwabl derzeit dahin, auf den Aufstieg und die Teilnahme an den Aufstiegsspielen zu verzichten. Das soll das Ergebnis einer "ehrlichen Analyse" sein, heißt es. Statt Geld dafür auszugeben, die Drittliga-Anforderungen zu erfüllen, wollen die Hachinger offenbar noch mehr auf den eigenen Nachwuchs setzen und diesen weiterentwickeln. Der Aufstieg würde dann für die kommende Saison anvisiert werden. Die endgültige Entscheidung sei aber noch nicht getroffen, auch ein offizielles Statement steht noch aus.
Weg für Würzburg wäre frei
Überraschend käme der Schritt nicht, vielmehr hatte er sich in den letzten Wochen angedeutet. Bereits Anfang März hatte Schwabl betont, dass die Einreichung der Lizenzunterlagen nur der formalen Absicherung diene. Nur, wenn keine Einsparungen im Nachwuchsleistungszentrum nötig sind, soll die Rückkehr in den Profifußball realisiert werden. Doch das lässt sich offenbar nicht umsetzen.
Sollte Haching tatsächlich auf den Aufstieg verzichten, wären die Würzburger Kickers für die Aufstiegsspiele gegen den Nordost-Meister – derzeit liegt Lok Leipzig ganz vorne – qualifiziert, da sonst nur noch Wacker Burghausen (8.) und der FC Bayern München II (9.) die Drittliga-Zulassung beantragt haben. Das Duo liegt aber bereits 22 beziehungsweise 23 Punkte hinter dem FWK und ist somit nicht mehr im Rennen. Da Würzburg noch im Landespokal vertreten ist und dort am 23. Mai auf 1860 München trifft, würden die Aufstiegsspiele dann am 27. und 31. Mai ausgetragen werden, wobei Würzburg zunächst auswärts antreten würde.