Siegesserie gerissen: 1860 beißt sich an Wiesbaden die Zähne aus

Im Verfolgerduell kam der TSV 1860 München gegen SV Wehen Wiesbaden am späten Samstagnachmittahg nicht über ein 0:0 hinaus und verpasste damit den sechsten Sieg in Folge. In einem kampfbetonten Spiel mit wenigen klaren Torchancen blieben die Sechziger glücklos. Wiesbaden hatte durch einen Alutreffer die beste Chance im Spiel.

Klare Torchancen waren Mangelware

1860-Trainer Kauczinksi musste seine Elf im Vergleich zum 1:0 gegen Viktoria Köln an zwei Stellen verändern. Für den gesperrten Kapitän Jacobsen lief Dordan auf. Zudem rückte Wolfram anstelle von Philipp in die Aufstellung. Auch bei den Gästen fehlte Kapitän Hübner wegen einer Gelbsperre und wurde durch Neubert ersetzt. Außerdem startete Mockenhaupt für Nink. Nach zwei Minuten blieb Kaya nach einem Zusammenprall mit Voet am Boden liegen und hielt sich den Kopf. Er wurde zur Seitenlinie geschickt und kehrte nach kurzer Behandlung mit einem Turban zurück. In der 8. Minute kam es zur ersten heiklen Situation. Nach einem langen Ball kam Haugen im Laufduell zu Fall, aber die Pfeife von Schiedsrichter Hilsberg blieb stumm. Wiesbaden gab in der Anfangsphase den Ton an. Zunächst probierte es Gözüsirin per Freistoß, doch Voet klärte per Kopf (10.). Kurz darauf zog der Spielmacher aus der Distanz ab und verpasste das rechte Kreuzeck nur knapp (14.). Mit zunehmender Spieldauer kam der Gastgeber besser in die Partie. Haugen hatte die erste Gelegenheit, als er sich um Neubert herumdrehte und in die Arme von Brdar schoss. (18.).

Weil beide im Vorwärtsgang ungenau agierten, spielte sich das Geschehen zumeist zwischen den Strafräumen ab. In der 27. Minute kamen die Löwen zum nächsten Abschluss, aber nach Ablage von Haugen verzog Volland deutlich. Auf der anderen Seite wurde es dagegen bei einem Eckball richtig brenzlig, als Neubert aus dem Gewühl heraus den Kasten verfehlte (29.). Die Schlagzahl erhöhte sich. Zwei Zeigerumdrehungen später wurde Faßmanns Schuss nach einer 1860-Ecke geblockt. Wenig später rauschten Dordan und Flotho beim Kampf um den Ball zusammen. Nach einer Unterbrechung konnten beide weitermachen. Weiter ging es mit einer Möglichkeit für Haugen, der an Gillekens vorbei ging, aber Brdar war zur Stelle (39.). Vor der Halbzeit brachte sich Kaya in eine gute Position, setzte allerdings nur einen halbhohen Schuss auf Dähne ab (44.). Aufgrund der mangelnden Gefahr vor beiden Toren ging es torlos in die Pause.

Gözüsirin trifft nur die Latte

Neunzig Sekunden nach Wiederanpfiff patzte 1860 in der Abwehr und über Kaya kam der Ball zu Flotho, der Dähne vor keine große Aufgabe stellte. Die Zweikämpfe wurden intensiver. Greilinger sah die erste gelbe Karte (49.). Beim folgenden Foul von Gillekens an Haugen blieb die Karte überraschenderweise stecken. Unverändert verbuchte Wiesbaden die gefährlicheren Abschlüsse. Nach einem Eckball köpfte Janitzek über das Gehäuse (53.). Vier Minuten später zog Danhof von der rechten Seite in den Strafraum und verfehlte das lange Eck nur um wenige Zentimeter. Es war die beste Chance der Münchener bis hierhin. Auf der Gegenseite ging Gillekens bei einer Ecke zu Boden, aber trotz der Beschwerden der Gäste blieb der Pfiff aus (62.). Die Abschlüsse blieben weiter zu harmlos. Sowohl Johansson, als auch Volland brachten die Kugel direkt auf den Mann (66.). Zwingender war da schon der Versuch von Gözüsirin, der den Ball aus der Drehung an die Querlatte hämmerte (69.).

Bei 1860 wurde es immer wieder durch Haugen gefährlich, der in der 72. Minute im Zweikampf an der Grundlinie zu Fall kam, doch auch hier gab es zu Recht keinen Strafstoß. Der SVWW sorgte mit Eckbällen für Unruhe, aber die Löwen-Abwehr stand sicher. Beide Seiten versuchten bis zum Schluss, den entscheidenden Treffer zu setzen. In der zweiten Minute der Nachspielzeit musste Dähne nochmal eingreifen und zweimal mit der Hand klären, um die Situation zu bereinigen. Auf der Gegenseite prüfte Steinkötter den SVWW-Torwart mit einem Schuss aus spitzem Winkel. Am Ende musste sich 1860 nach fünf Siegen in Folge mit einem Remis begnügen. Durch den Punktgewinnen ziehen die Löwen vorerst am SC Verl auf Platz sechs vorbei und liegen drei Punkte hinter dem Relegationsplatz. Am nächsten Sonntag geht es auswärts beim MSV Duisburg weiter. Wiesbaden bleibt Achter mit einem Punkt weniger und trifft nun zuhause auf den FC Hansa Rostock.

   

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