"Gefällt mir nicht": Schultz von langen Einwürfen genervt

Nach dem 3:0 im Verfolgerduell gegen Rot-Weiss Essen geht es für den VfL Osnabrück am Samstagnachmittag zum Kellerkind FC Erzgebirge Aue. Dort erwartet die Niedersachsen ein Gegner, der gerne auf ruhende Bälle setzt.

"Eine Mannschaft, die sich noch finden muss"

Die Stimmung beim VfL ist gelöst nach dem Sprung auf Platz drei am letzten Wochenende. Mit dem klaren Sieg gegen RWE untermauerten die Lila-Weißen, dass im Aufstiegskampf mit ihnen zu rechnen ist. Nun soll beim kriselnden Tabellensiebzehnten aus Aue der nächste Dreier eingefahren werden. Die Sachsen sind noch ohne Sieg in der Rückrunde. Auch unter dem neuen Trainer Christoph Dabrowski gab es erst zwei Punkt aus drei Partien.

"Nach dem Trainerwechsel sind sie eine Mannschaft, die sich einerseits noch finden muss, aber andererseits die Punkte braucht", ordnete VfL-Trainer Timo Schultz am Freitag den Gegner ein. Zuletzt gegen Energie Cottbus ging Aue sogar in Führung, verlor am Ende aber unglücklich durch ein spätes Tor. Schultz erwartet "einen Gegner, der sich durch Kompaktheit, durch viel Energie, durch viel Aufwand, aber auch durch teilweise guten Fußball auszeichnet. Sie haben einige Spieler, die auch schon in der dritten Liga bewiesen haben, dass sie den Unterschied ausmachen können."

"Wir müssen Spiele gewinnen"

Eine besondere Waffe des FCE sind die langen Einwürfe von Ryan Malone. Darauf muss sich der Tabellendritte einstellen, obwohl Schultz diesem Element nicht viel abgewinnen kann: "Mir gefällt das überhaupt nicht. Das ganze Spiel verkommt dann zu einer Art Start-Stopp. Ja, das ist ein Mittel. Wenn man so einen Spieler wie Malone in der Mannschaft hat, dann wendet man das auch an. Meins ist es nicht." Unterschätzen werde er den Gegner jedenfalls nicht. "Wir sind gewarnt, wissen aber auch, was uns stark macht", so Schultz.

Um im Aufstiegsrennen weiter mithalten zu können, zählt für Osnabrück nur ein Sieg. "Wir müssen Spiele gewinnen. Zu viele Unentschieden darf man sich nicht leisten", macht der 48-Jährige klar, der personell aus dem Vollen schöpfen kann. Allerdings gibt es kaum einen Grund, an der erfolgreichen Ausrichtung der letzten Wochen etwas zu verändern. "Wir sind für jeden Gegner leicht auszurechnen, was unsere Herangehensweise angeht, weil wir nicht viel variieren. Trotzdem können wir anhand von verschiedenen Personalien einiges ändern. Wir passen auch diverse Dinge an den Gegner an", erklärte Schultz, ohne sich weiter in die Karten schauen zu lassen.

   

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