"Uns fehlen nur Nuancen": Dotchev weiterhin optimistisch
Mit dem SSV Jahn Regensburg trifft der SSV Ulm auf den nächsten direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt. Nach zuletzt drei Partien ohne Sieg bleibt Trainer Pavel Dotchev optimistisch. Defensiv sei die Mannschaft auf dem richtigen Weg, die Achillesferse bleibt jedoch die Offensive. Ein Winterneuzugang könnte deshalb in den Fokus rücken.
Gehe nicht darum, "alles aufzubrechen und neu zu machen"
Die sportliche Situation wird für den SSV Ulm zunehmend prekär. Fünf Punkte beträgt der Rückstand auf das rettende Ufer, auf dem aktuell der 1. FC Saarbrücken mit 28 Zählern verweilt. Die Spatzen selbst kommen nach drei Partien ohne Sieg nicht vom Fleck. Zuletzt ließ die Mannschaft von Pavel Dotchev im direkten Duell gegen die Saarländer wichtige Punkte liegen – trotz einer insgesamt ordentlichen Leistung. Der Trainer weiß jedoch genau, wo es hakt: "Das letzte Drittel bleibt unsere Achillesferse", sagte Dotchev im Mediengespräch vor der Partie. Defensiv habe sein Team gegen Saarbrücken "gut und kompakt verteidigt", weshalb es nun nicht darum gehe, "alles aufzubrechen und neu zu machen", sondern vielmehr "das, was wir gut machen, beizubehalten und das, was wir schlecht machen, zu verbessern".
Ein Hoffnungsträger für die Offensive könnte Streli Mamba sein, der im Winter nach Ulm kam. Einen Startelfeinsatz verzeichnete der Angreifer bislang noch nicht, immerhin erzielte er gegen Saarbrücken den wichtigen Ausgleich. Für einen Platz von Beginn an reicht es aus Sicht des Trainers aber weiterhin nicht: "Er zeigt immer mehr seine Leistungen und bietet sich zunehmend besser an. Für die Startelf sehe ich das allerdings noch nicht. Wir müssen auch gegen den Ball arbeiten, und ich glaube nicht, dass er aktuell die Substanz hat, über längere Zeit sowohl offensiv als auch defensiv zu arbeiten."
"Wir glauben an uns – und ich an die Mannschaft"
Der Februar war mit mehreren Duellen gegen direkte Konkurrenten als Schlüsselmonat ausgerufen worden – ein Ziel, das verfehlt wurde. "Klar, ich bin mit der Ausbeute nicht zufrieden. Vor allem bei den Heimspielen, wo wir nur einen Punkt geholt haben. Das ist zu wenig", so Dotchev. Nun werde aus dem wichtigen Februar der wichtige März. Innerhalb von zehn Tagen stehen drei Spiele an, "weshalb wir nach vorne schauen müssen". Der Glaube ist trotz der schwierigen Lage weiterhin da: "Wir glauben an uns – und ich an die Mannschaft. Wir können das noch schaffen. Mit dieser Leistung und ein paar kleinen Veränderungen können wir auch punkten. Uns fehlen nur Nuancen."
Die anstehende Partie gegen den SSV Jahn Regensburg wird für die Spatzen in mehrfacher Hinsicht zur Bewährungsprobe. Einerseits geht es erneut gegen einen direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt, andererseits gegen eine Mannschaft, die laut Dotchev "ähnlich wie Alemannia Aachen“ agiert. "Sie laufen sehr hoch an und pressen. Wir werden sicher die ganze Zeit gejagt“, erklärt der Ulmer Trainer. Umso wichtiger sei es, die Pressingsituationen sauber aufzulösen – "nicht so wie gegen Aachen, wo es teilweise zu kompliziert war".