Funk über kuriosen Spickzettel: "Ein kleiner Scherz"
Spickzettel für Torhüter sind nichts Besonderes, doch der von Energie-Keeper Marius Funk hatte am Sonntag beim Derby gegen Erzgebirge Aue für bundesweites Aufsehen gesorgt. Schließlich wurde Ryan Malone mit dem Zusatz "verschießt sowieso" versehen. Nun klärt Funk über die Hintergründe auf.
Malone als "ziemlich guter Schütze"
Sieben potenzielle Elfmeterschützen waren auf dem Spickzettel notiert. Zu jedem Spieler stand die jeweils bevorzugte Schussrichtung. Nur bei Ryan Malone verzichtete Funk darauf und vermerkte lediglich, dass der US-Amerikaner ohnehin nicht treffen werde. Ein "fieser Seitenhieb", wie in der bundesweiten Presse teilweise vermutet? Nein. "Das war einfach ein kleiner Scherz, den wir uns da erlaubt haben", klärt Funk in der "Lausitzer Rundschau" auf.
Beide kennen sich noch aus gemeinsamen Zeiten beim FC Ingolstadt. "Da hat er einige Elfmeter gegen mich geschossen im Training und ich wusste, dass er ein ziemlich guter Schütze ist. Er hat beide Ecken gut drauf." Daher habe er beim Verteidiger keine Schussrichtung notiert, sondern hätte sich – falls Malone tatsächlich zum Elfmeter angetreten wäre – auf sein Bauchgefühl verlassen.
"Er hat es auch mit Humor genommen"
Nachdem der Spickzettel im Nachgang der Partie öffentlich geworden war, suchte Funk das Gespräch mit Malone: "Ich habe ja ein gutes Verhältnis zu Ryan. Er hat es auch mit Humor genommen und musste selber drüber lachen." Am guten Verhältnis habe sich nichts geändert. "Das passt alles."
Dass die Bemerkung "verschießt sowieso" nicht ganz ernst gemeint gewesen sein konnte, hatte man schon daran erkennen können, dass Malone in seiner Profikarriere neun von zehn Strafstößen verwandelt hat. Zuletzt traf er im Oktober 2022. Ob Funk auch im Topspiel gegen den SC Verl am kommenden Samstag einen Spickzettel vorbereitet und diesen wieder auf die Trinkflasche klebt? Den TV-Kameras würde das sicherlich nicht entgehen.