"Natürlich nicht zufrieden": FCS lässt große Chance liegen
Auf sieben Punkte hätte der 1. FC Saarbrücken die Abstiegszone mit einem Sieg in Ulm distanzieren können, doch weil es aufgrund eines späten Gegentreffers nur zu einem 1:1 reichte, sind es nun vorerst vier Punkte. Zufrieden waren die Saarländer damit nicht.
"… dann kriegst du hinten noch einen rein"
In der 86. Minute war sie da, die große Chance für den 1. FC Saarbrücken, mit dem 2:0 alles klar zu machen. Doch weil Vasiliadis freistehend über das Tor schoss, blieb es beim 1:0. Im direkten Gegenzug kassierten die Saarländer nach einem Patzer von Keeper Menzel dann den Ausgleich und mussten sich mit einer Punkteteilung zufrieden geben. "Wenn du unten drin stehst und die Dinger vorne nichts machst, kriegst du hinten noch einen rein", haderte Patrick Sontheimer, der den FCS nach 57 Minuten in Führung gebracht hatte, bei "MagentaSport". Gleichwohl musste der 27-Jährige aber eingestehen, dass sich der Treffer in den Minuten davor bereits angebahnt hatte. "Wir waren zu passiv und haben uns zu viel hinten reindrücken lassen." Dennoch sei es "schade", nur einen Punkt mitgenommen zu haben.
Warum es nicht zum Sieg gereicht hat? Dafür hatte Trainer Argirios Giannikis neben dem späten Gegentreffer noch eine andere Erklärung: "Weil wir in beiden Halbzeiten nicht beständig konstant gespielt haben." Dies sei aufgrund der Brisanz der Partie aber auch zu erwarten gewesen, meinte der 45-Jährige, der mit dem Remis nicht wirklich leben konnte: "Wenn du auswärts 1:0 führst und eigentlich die Chancen hattest, das 2:0 zu erzielen, bist du natürlich nicht zufrieden." Zur Wahrheit gehört aber auch, dass Ulm nach dem Ausgleich drauf und dran war, sogar noch den Siegtreffer zu erzielen. "Der Klassenerhalt ist kein Wunschkonzert, sondern Millimeterarbeit", hob Giannikis hervor, dass zumindest der Fünf-Punkte-Vorsprung auf die Ulmer gewahrt werden konnte. Es hätten acht Zähler sein können…
Sorgen um Kamara
Trotz des späten Gegentreffers sieht Giannikis sein Team aber "definitiv" auf dem richtigen Weg: "Wir haben im ganzen Spiel nur eineinhalb Chancen zugelassen. Sicherlich müssen wir mit dem Ball noch selbstbewusster und mutiger werden. Es ist aber normal in der Situation, dass es ein bisschen Zeit braucht, um zu wachsen. Aber ich sehne eine Tendenz nach oben." Für die Zukunft gelte es, die erarbeiteten Chancen dann auch final zu Ende zu spielen. "Aber das kommt in der Zeit", blickt der 45-Jährige zuversichtlich nach vorne. "Mit der Art und Weise können wir zufrieden sein", hielt auch Sontheimer fest.
Im Duell mit Schlusslicht Schweinfurt sind drei Zähler am kommenden Samstag nun allerdings Pflicht, um den Abstand nach unten zu vergrößern. Zumal Aue am Sonntag mit einem Sieg gegen Cottbus bis auf einen Zähler an den Blau-Schwarzen heranrücken könnte. Derweil gibt es Sorgen um Abdoulaye Kamara, der nach 74 Minuten erst ein- und lediglich neun Zeigerumdrehungen später verletzt ausgewechselt werden musste. Eine Diagnose konnte Giannikis nach Spielende noch nicht nennen.