Derby in Aue: Wollitz erwartet der "schwierigste Spiel der Saison"
In das Derby beim FC Erzgebirge Aue geht Energie Cottbus am Sonntag (16:30 Uhr) als klarer Favorit, dennoch erwartet Trainer Claus-Dieter Wollitz das "schwierigste Spiel der Saison".
Aue "mit den Messern zwischen den Zähnen"
Weil er derzeit krank ist, konnte Wollitz am Donnerstag weder das Training leiten noch die obligatorische Pressekonferenz abhalten. Der 60-Jährige hofft aber, am Sonntag auf der Bank sitzen zu können. Schließlich werde die Aufgabe im Erzgebirgsstadion trotz der klaren Tabellensituation – der Spitzenreiter gastiert beim Viertletzten – alles andere als einfach. Bereits am vergangenen Sonntag sprach der Energie-Coach bei "Niederlausitz Aktuell" davon, dass auf Cottbus das "schwierigste Spiel der Saison" warte. "Da geht es um mehr als Existenzen, da geht es um Tradition und Härte." Wollitz erwartet einen Gastgeber, der aufgrund der aktuellen Situation "mit den Messern zwischen den Zähnen" auflaufen werde.
Auch Kapitän Axel Borgmann weiß um die Favoritenrolle, betonte gegenüber dem Online-Magazin aber, dass die Aufgabe deswegen nicht schwerer werde, "weil wir schon länger in dieser Rolle sind". Dennoch dürfe man am Sonntag nicht überrascht sein, "wenn es in den Zweikämpfen zur Sache geht", machte der 31-Jährige klar. "Wir müssen über den Kampf in das Spiel kommen und dann unsere fußballerische Qualität auf den Platz bringen."
Großer Konkurrenzkampf soll Erfolgsfaktor werden
Über die verfügt der Tabellenführer fraglos – und das nicht nur in der ersten Elf, sondern auch auf der Bank oder gar der Tribüne. Denn angesichts eines 28 Spieler umfassenden Kaders sind an jedem Wochenende gleich mehrere Akteure außen vor. Ausschlaggebend werde sein, "dass wir erkennen", wie wichtig jeder Einzelne für den Erfolg sei, betonte Borgmann. Der 31-Jährige ist diesbezüglich aber "relativ entspannt", weil er die Mannschaft und "den Zusammenschluss, den wir haben“ sehr gut kenne. Jeder wisse, "auch wenn er mal nicht spielt, wie wichtig er ist". Zudem kommuniziere der Trainer "das dahingehend auch sehr gut".
Mit Blick auf die anstehenden Partien bekräftigte Borgmann, dass es nicht allein auf die Startelf ankomme. Vielmehr werde es darauf ankommen, Impulse von außen zu setzen. Wichtig sei, dass jeder seine Rolle akzeptiere. Auch wer "die Berechtigung hätte, von Beginn an zu spielen", komme mitunter nur von der Bank. Wenn man erkenne, "dass es eben kein Nachteil ist, sondern ein Mehrwert für uns sein kann", könne das zum Erfolgsfaktor werden. Diese Botschaft wiederhole der Trainer "Woche für Woche", intern wie extern. Ob Wollitz das auch Sonntag nochmal tun kann, ist offen. Falls der 60-Jährige nicht rechtzeitig fit werden sollte, wird Co-Trainer Tobias Röder auf der Bank sitzen. Der 28-Jährige leitete am Freitag auch bereits das Training.